Armin Zöggeler hat seinen WM-Start wegen Rückenproblemen abgesagt. Foto: Valda Kalnina
Armin Zöggeler hat seinen WM-Start wegen Rückenproblemen abgesagt. Foto: Valda Kalnina

Armin Zöggeler hat seinen WM-Start wegen Rückenproblemen abgesagt. Foto: Valda Kalnina

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Armin Zöggeler hat seinen WM-Start wegen Rückenproblemen abgesagt. Foto: Valda Kalnina

Whistler (dpa) - Wegen anhaltender Rückenprobleme hat der italienische Rekord-Weltmeister Armin Zöggeler seine Teilnahme an der Rodel-WM in Kanada abgesagt.

«Der Rücken schmerzt wieder. Deshalb ist es definitiv so, dass ich nicht nach Whistler reise», sagte der 39 Jahre alte Südtiroler der Nachrichtenagentur dpa. Damit wird Zöggeler in eineinhalb Wochen erstmals in seiner langen Karriere bei einer WM fehlen. Vor 20 Jahren hatte er mit Platz fünf sein Debüt bei Welttitelkämpfen gegeben und ist seitdem mit sechs Siegen zum erfolgreichsten WM-Starter aufgestiegen.

«Dass ich jetzt bei einer WM nicht dabei bin, fühlt sich schon etwas merkwürdig an», gestand der Familienvater nach der Absage. Doch den gesamten Winter hatte der zweimalige Olympiasieger bereits mit Rückenproblemen zu kämpfen gehabt. «Das Problem ist bei mir, dass die Bandscheiben ziemlich abgenutzt sind», erklärte der Ausnahmeathlet. Nach dem Weltcup-Rennen am vergangenen Wochenende in Winterberg, bei dem Zöggeler mit Rang drei nur knapp seinen 55. Weltcup-Sieg verpasst hatte, hätten die Schmerzen wieder zugenommen.

Deshalb zog Zöggeler nun die Reißleine. «Ich muss einfach auf meine innere Stimme hören und auf meine Gesundheit schauen», sagte der Altmeister. Möglicherweise wird der Bauernsohn schon eine Woche nach der WM beim Weltcup in Lake Placid (USA) zurückkehren, auf jeden Fall ist das Comeback aber für die in einem Monat in Russland anstehende Olympia-Generalprobe angedacht. Denn Sotschi ist das letzte große Ziel des Ausnahmerodlers.

Erst nach mehreren Testfahrten in Sotschi hatte der Routinier im vergangenen April die Fortsetzung seiner Karriere bis 2014 angekündigt. Denn natürlich will ein Spitzenmann wie Zöggeler, der neben seinen Olympiasiegen 2002 und 2006 noch drei weitere Medaillen bei Winterspielen holen konnte, auch bei seinem sechsten Olympia-Start konkurrenzfähig sein. «Ich habe mich dort schon sehr wohl gefühlt. Wenn ich schon am Start oder in der Bahn gesehen hätte, dass ich dort keine Chance habe, dann hätte ich nicht weitergemacht.»

Bei der WM in Whistler fehlt der Weltmeister von 1995, 1999, 2001, 2003, 2005 und 2011 nun. Für die deutschen Kufen-Asse um Olympiasieger Felix Loch, der auf seiner Homepage Zöggeler - neben Georg Hackl - als sein Idol preist, gibt es damit auf der Olympia-Bahn von 2010 einen Konkurrenten weniger. Spätestens bei den Winterspielen im kommenden Jahr sollten sie aber wieder mit dem unersättlichen Südtiroler rechnen. «Abschreiben sollte man mich noch nicht», betont Zöggeler selbstbewusst.

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