David Möller siegte auch in Winterberg. Foto: Robert Parigger
David Möller siegte auch in Winterberg. Foto: Robert Parigger

David Möller siegte auch in Winterberg. Foto: Robert Parigger

dpa

David Möller siegte auch in Winterberg. Foto: Robert Parigger

Winterberg (dpa) - Mit dem zweiten Weltcup-Sieg binnen zwei Wochen hat Rodel-Routinier David Möller eine perfekte WM-Generalprobe gefeiert. Der Weltmeister von 2004 und 2007 war beim Heim-Weltcup in Winterberg erneut nicht zu schlagen und schaffte mit Bahnrekord seinen zehnten Weltcup-Erfolg.

«Nach dem Motto "je oller, desto doller" läuft es bei mir derzeit immer besser», freute sich Möller über seinen mit nur neun Tausendstelsekunden Vorsprung hauchdünn herausgefahrenen Sieg vor Olympiasieger Felix Loch.

Vor einer Woche hatte Möller, der zum Jahresanfang am Königssee eine fast vier Jahre lange Durststrecke beendet hatte, als Fünfter bei der Heim-EM in Oberhof noch seinen Teamkollegen um Europameister Loch beim Jubeln zuschauen müssen. Im Hochsauerland war der Thüringer dann aber nicht zu bremsen: Nach Rang drei im Zwischenklassement zauberte der 31-Jährige im entscheidenden Durchgang einen Traumlauf in den Eiskanal und setzte sich noch knapp vor Teamkollege Loch durch. Dritter wurde der italienische Altmeister Armin Zöggeler.

«Nach zwei Weltmeisterschaften ohne Medaille wäre es mal wieder schön, auf dem Siegerpodest zu stehen», unterstrich Möller seine Ambitionen bei den Titelkämpfen Anfang Februar auf der Olympia-Bahn im kanadischen Whistler. Loch konnte die Niederlage gegen seinen Teamkollegen verschmerzen, da er seinen Vorsprung im Gesamt-Weltcup ausbauen konnte. «Das passt schon. Ich habe mit Blick auf die WM im ersten und im zweiten Lauf etwas ausprobiert», sagte der 23-Jährige. Mit den Rängen vier bis sechs komplettierten Julian von Schleinitz, Johannes Ludwig und Andi Langenhan den erneut bärenstarken Auftritt der deutschen Rodler.

Am Sonntag kann Europameisterin Natalie Geisenberger bei einem erneuten Sieg einen großen Schritt zum erstmaligen Gewinn des Gesamt-Weltcups machen. Bei drei noch ausstehenden Rennen hat die 24-Jährige bereits satte 130 Punkte Vorsprung auf Teamkollegin Anke Wischnewski. Olympiasiegerin Tatjana Hüfner, die in diesem Winter noch immer auf den ersten Sieg wartet, hofft im zweiten Rennen nach ihrer Zwangspause auf ein weiteres Erfolgserlebnis im Endspurt auf die WM in zwei Wochen.

Wie Geisenberger wollen auch die Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt in der Erfolgsspur Richtung Gesamtsieg bleiben. Zwar musste der Bayern-Express vor einer Woche bei der EM die erste Saisonniederlage gegen seine deutschen Teamkollegen Toni Eggert/Sascha Benecken hinnehmen. Angesichts des klaren Vorsprungs in der Gesamtwertung können Wendl/Arlt dies aber verschmerzen. «Das ist für uns noch mehr Ansporn», betonte zudem Arlt.

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