Robin Szolkowy undf Aliona Savchenko (l) bei der Siegerehrung in Zagreb. Foto: Antonio Bat
Robin Szolkowy undf Aliona Savchenko (l) bei der Siegerehrung in Zagreb. Foto: Antonio Bat

Robin Szolkowy undf Aliona Savchenko (l) bei der Siegerehrung in Zagreb. Foto: Antonio Bat

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Robin Szolkowy undf Aliona Savchenko (l) bei der Siegerehrung in Zagreb. Foto: Antonio Bat

Zagreb (dpa) - Eine einzigartige Vorstellung zum «Bolero» reichte nicht - ein Sturz stoppte die Aufholjagd. Die viermaligen Eiskunstlauf-Europameister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy mussten sich mit Platz zwei in Zagreb zufriedengeben.

Die Russen Tatjana Wolossoschar und Maxim Trankow verteidigten ihren Titel mit 212,45 Punkten - die Sachsen kamen nur auf 205,24. Bronze ging an Stefania Berton und Ondrej Hotarek aus Italien (187,45). Die Berliner Mari Vartmann und Aaron van Cleave (141,79) beendeten den Wettbewerb als Achte.

Trainer Ingo Steuer machte an der Bande ein angespanntes Gesicht, und zitterte bei jedem einzelnen Element mit. «Das Ganze war etwas schwierig mit der späten Anreise, wir konnten nicht vorher in der Halle trainieren», sagte der Ex-Weltmeister. «Eigentlich sind wir sehr nervenstark», meinte Szolkowy, der sich in diesem Winter lange Zeit allein vorbereiten musste, weil seine 29 Jahre alte Partnerin mit einer Nasennebenhöhlenentzündung pausierte. Die gebürtige Ukrainerin war es denn auch, die beim dreifachen Salchow stürzte.

Den Sachsen fehlen viele Trainingseinheiten und Wettkämpfe. Den abgewandelten «Bolero» von Maurice Ravel, mit dem die Eistänzer Jayne Torvill/Christopher Dean 1984 zu Olympia-Gold schwebten, liefen Savchenko/Szolkowy erst das dritte Mal im Wettbewerb.

Vartmann/van Cleave zeigten wie schon bei den nationalen Meisterschaften eine wacklige Performance, kaum ein Element gelang. Bei der WM im März in London/Ontario hat die Deutsche Eislauf-Union zwei Startplätze. Wenn Maylin Hausch/Daniel Wende (Oberstdorf) nicht wieder fit werden, werden die beiden das Ticket bekommen.

Zuvor hatte Peter Liebers wieder einmal Pech gehabt. Nach seinem enttäuschenden 16. Platz war der Berliner untröstlich. «Ich bin bei der Kombination in ein Loch gelaufen», sagte der 23-Jährige. Weil er strauchelte, konnte er an den nur zweifach gedrehten Lutz keinen Sprung mehr anhängen. Der vierfache Toeloop wurde vom Preisgericht zudem nicht auf rückwärts gelandet gewertet. Zudem stützte er sich mit den Händen ab - das alles führte zum Punktabzug.

Danach war zwar der dreifache Axel vom Feinsten, aber ohne Kombination erhielt er nur 56,67 Zähler. «Verkriechen ist jetzt nicht das Richtige», sagte der Sportsoldat, «ich werde in der Kür wieder volles Risiko gehen und angreifen». Um zwei deutsche Startplätze für die EM im kommenden Jahr in Budapest zu sichern, müsste er unter die Top Ten laufen.

Dagegen erwischte der Franzose Florent Amodio eine Sternstunde. Mit 89,82 Punkten ging er nach einer Gala-Vorstellung im Dom Sportova von Zagreb knapp vor dem Spanier Javier Fernandez (88,80) in Führung. Vor der Kür am Samstag ist Brian Joubert (83,93) aus Frankreich Dritter.

Olympiasieger Jewgeni Pluschenko stürzte beim dreifachen Axel, den er normalerweise beherrscht, war nur Sechster und gab dann auf. Wegen seiner großen Rückenbeschwerden will sich der siebenmalige Europameister, der mittlerweile zehn Operationen über sich ergehen lassen musste, die Kür nicht mehr zumuten.

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