Snowboarderin Amelie Kober in Aktion. Foto: Andrew Gombert
Snowboarderin Amelie Kober in Aktion. Foto: Andrew Gombert

Snowboarderin Amelie Kober in Aktion. Foto: Andrew Gombert

dpa

Snowboarderin Amelie Kober in Aktion. Foto: Andrew Gombert

Stoneham (dpa) - Die deutschen Snowboarder um Amelie Kober wollen bei der WM in Kanada in den Medaillenkampf eingreifen. In den Parallel-Rennen soll das Race-Team um die Olympia-Zweite von Turin die lange Durststrecke des deutschen Verbandes beenden.

«Da rechnen wir uns schon etwas aus», sagte Sportdirektor Stefan Knirsch in Stoneham. «Alle vier Mädels haben schon bewiesen, dass sie vorne mitfahren können.» Kober gewann kurz vor der Abreise nach Nordamerika den Weltcup von Bad Gastein und schürte damit die Hoffnung auf das erste Edelmetall seit vier Jahren. Der letzte Weltmeistertitel ist gar schon 14 Jahre her.

Zuletzt schaffte es Patrick Bussler, der diesmal auch am Start ist, auf das Stockerl. Der WM-Dritte von 2009 scheint rechtzeitig in Form gekommen zu sein, aber größere Podestchancen als die Herren haben die Damen. In diesem Winter gab es einen Sieg durch Kober und einen dritten Rang durch Anke Karstens. Aber auch Isabella Laböck und Selina Jörg fuhren in ihren Karrieren schon auf das Weltcup-Podest. «Alle sind stark und besonders Amelie ist eine Kämpfernatur und immer für Erfolge gut», betonte Knirsch, dessen Team bei der WM in La Molina und bei Olympia in Vancouver leer ausging. Bei den ersten fünf Entscheidungen der diesjährigen Weltmeisterschaften waren keine deutschen Snowboarder gestartet.

Kober, die bei den Titelkämpfen 2011 nur wenige Monate nach der Geburt ihres Sohnes zu den starken Plätzen vier und sechs fuhr, würde diesmal gerne weiter vorne landen. «Ich freue mich sehr auf die WM und die damit verbundenen Aufgaben. Nach dem letzten Rennen in Bad Gastein bin ich mit einem guten Gefühl und voller Motivation nach Quebec gereist», sagte die WM-Zweite von 2007. Sie und ihr Team sind am Freitag beim Parallel-Riesenslalom und am Sonntag zum Titelkampfabschluss im Parallel-Slalom bei erwarteten Minusgraden von unter 20 Grad am Start.

Für den Verband, der zudem mit Hoffnungen auf eine Medaille im Snowboardcross anreiste, wäre ein Erfolg «sehr wichtig und würde uns extrem gut tun», wie Knirsch einräumte. Und ein Sieg, wie er zuletzt Markus Ebner 1999 glückte, würde für viel Rückenwind auf dem Weg zu den Winterspielen in Sotschi sorgen. «Das ist der letzte große Checkup vor den Olympischen Spielen und hat daher natürlich einen großen Stellenwert für uns, zu schauen, wo wir uns befinden und wo es bei unserer Gesamtzielstellung Punkte zum Nachjustieren gibt», sagte Knirsch.

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