Deutschland steht nach Einschätzung von Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt nicht vor der nächsten Wirtschaftskrise. Foto: Kay Nietfeld/Archiv
Deutschland steht nach Einschätzung von Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt nicht vor der nächsten Wirtschaftskrise. Foto: Kay Nietfeld/Archiv

Deutschland steht nach Einschätzung von Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt nicht vor der nächsten Wirtschaftskrise. Foto: Kay Nietfeld/Archiv

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Deutschland steht nach Einschätzung von Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt nicht vor der nächsten Wirtschaftskrise. Foto: Kay Nietfeld/Archiv

Berlin (dpa) - Deutschland steht nach Einschätzung von Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt nicht vor der nächsten Wirtschaftskrise.

«Ich bin überzeugt, dass wir in Deutschland keine Rezession erleben und auch 2013 ein Wirtschaftswachstum in etwa der diesjährigen Größenordnung erreichen werden», sagte Hundt der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. «Wir haben eine leichte Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung, befinden uns aber von Ausnahmen abgesehen immer noch auf einem erfreulich hohen Niveau.»

Für 2012 rechnet die Bundesregierung mit einem Plus von 0,8 Prozent, die Bundesbank mit 0,4 Prozent. Die Arbeitslosenzahl lag bei zuletzt 2,75 Millionen.

Der Arbeitsmarkt zeigt sich für den Chef der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) robust, auch wenn die Beschäftigungsentwicklung an Schwung verloren habe. «Dieser Trend wird sich 2013 fortsetzen und die durchschnittliche Arbeitslosigkeit unter drei Millionen bleiben.» Die Staatsschuldenkrise schwebe aber «weiter wie ein Damokles-Schwert über Europa».

Hundt sprach sich - in Übereinstimmung mit den Gewerkschaften - dafür aus, die soeben von sechs auf zwölf Monate erweiterte Regelung zur Kurzarbeit auf Zeitarbeitnehmer auszudehnen. Für den Fall, dass die Konjunktur stärker als erwartet abkühlt, sollte die Regierung weitere gesetzliche Vorsorge treffen. Nur so sei sicherzustellen, dass das Kurzarbeitergeld plus bei Bedarf sofort zur Verfügung steht.

Mit Blick auf die anstehenden Tarifrunden am Bau, in der Metall- und Elektroindustrie, bei Versicherungen und für die Beschäftigten der Länder sprach er sich für eine «flexible, differenzierte und produktivitätsorientierte Lohnpolitik» aus. Die Binnennachfrage in Deutschland habe bislang schon nicht unter einer zu geringen Lohnentwicklung gelitten. «Im Gegenteil: Die Löhne sind 2011 und 2012 um rund drei Prozent gestiegen.»

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