Die Telekom ist ins Visier der Bundesnetzagentur geraten. Foto: Oliver Berg
Die Telekom ist ins Visier der Bundesnetzagentur geraten. Foto: Oliver Berg

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dpa

Die Telekom ist ins Visier der Bundesnetzagentur geraten. Foto: Oliver Berg

Düsseldorf (dpa) - Die Bundesnetzagentur prüft, ob die Telekom beim Verkauf bestimmter Anschlüsse gegen Wettbewerbsregeln verstößt.

«Wir gehen Hinweisen nach, dass die Telekom die Anschlüsse «Call&Surf IP» und «Entertain IP» nur verkaufen soll, wenn der Kunde Router der Telekom benutzt», bestätigte ein Behördensprecher am Samstag einen Vorabbericht der «Wirtschaftswoche».

Die Telekom bestritt, dass sie diese Anschlüsse an die Nutzung eigener Router koppelt. Es gebe nur eine entsprechende Empfehlung, sagte ein Sprecher. Die Telekom könne den vollen Leistungsumfang eines IP-Anschlusses nur garantieren, wenn alle Komponenten optimal zusammenpassten. Bei anderen Routern könne sie diese Garantie nicht geben.

Die «Wirtschaftswoche» schreibt, die Telekom habe ihrem Vertrieb mit Schreiben vom 3. März die Vorgabe gemacht, die beiden Anschlüsse nur zu vermarkten, «wenn der Kunde den passenden Router bestellt oder bereits im Bestand hat». Andernfalls dürfe «nur ein Standard- oder Universal-Anschluss angeboten werden». Eine solche Koppelung sei nach der Liberalisierung des Endgerätemarkts nicht erlaubt, sagte der Sprecher der Netzagentur.

Auf ihrer Internet-Seite empfiehlt die Telekom: «Achten Sie bei der Bestellung Ihres neuen IP-basierten Telekom-Anschluss Pakets darauf, ein entsprechendes Gerät mitzubestellen (z. B. Speedport W 921V).» Bei diesem WLAN-Router hatte die Telekom kürzlich vor einer Sicherheitslücke gewarnt.

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