Amerikanische und deutsche Studien belegen den Wissenszuwachs. Die WZ knüpft genau hier mit dem Projekt „Azubi Abo“ und begleitet Auszubildende ein Jahr lang bei der täglichen Zeitungslektüre.

Rund 40 Auszubildende von Bayer/Currenta Wuppertal freuen sich auf den Projektstart am 1. Februar.
Rund 40 Auszubildende von Bayer/Currenta Wuppertal freuen sich auf den Projektstart am 1. Februar.

Rund 40 Auszubildende von Bayer/Currenta Wuppertal freuen sich auf den Projektstart am 1. Februar.

Die Auszubildenden der Kreisverwaltung Viersen gehören ebenfalls zu denjenigen, die in der ersten Projektrunde dabei sind. Im Laufe des Jahres werden weitere Azubis von Unternehmen und Institutionen folgen.

Die Auszubildenden des dritten Lehrjahres von Bayer in Wuppertal haben an dem Projekt „Azubi Abo“ teilgenommen.

Uwe Schinkel, Bild 1 von 3

Rund 40 Auszubildende von Bayer/Currenta Wuppertal freuen sich auf den Projektstart am 1. Februar.

Düsseldorf. Informationen sind im Internet dank Suchmaschinen wie google oder bing nur einen Mausklick entfernt. Doch damit ist nicht automatisch ein Wissenszuwachs verbunden.

Eine amerikanische Studie von Betsy Sparrow, Psychologin der Columbia Universität, belegt sogar das Gegenteil: Das Internet ändert unser Verhalten. Wir merken uns eher den Ort, wo etwas gespeichert ist, als die Information an sich. Gelernt wird dabei also nichts.

Lesen produziert Bedeutung im Gehirn

Lesen macht schlau. Das ist keine neue Weisheit, aber Hirnforscher erklären, wieso das so ist: Eigentlich ist das menschliche Gehirn fürs Lesen gar nicht konstruiert, es ist nur durch die andauernde Übung dazu in der Lage.

Die Tätigkeit des Lesens aber ist unmittelbar mit Erkenntnisgewinn verknüpft: Wenn wir lesen, sind wir nicht passiv, sondern produzieren – augenfälliger als bei anderen Wahrnehmungsvorgängen – Bedeutung, erläutert Hirnforscher Manfred Spitzer.

Das belegt auch eine Studie der amerikanischen Universität von Oregon. Demnach merken wir uns Inhalte auf Papier besser, als wenn wir sie online lesen.

Studie der Uni Koblenz-Landau belegt deutlichen Wissenszuwachs

Wesentlicher Bestandteil des Projektes „Azubi Abo“ ist die tägliche Zeitungslektüre. Die jungen Leute werden dabei individuell begleitet. Monatliche Quizfragen sowie Befragungen zu Beginn und zum Ende des Projektes weisen den Wissenszuwachs bei den Teilnehmern nach.
 

Die Teilnehmer erhalten einen medienpädagogisch aufbereiteten Leitfaden, der beispielsweise erläutert, wie man schnell und effektiv (die Zeitung) liest, aber auch wie eine Zeitung aufgebaut ist.

Das Projekt „Azubi Abo“ erweitert die Lese-, Sprach- und Medienkompetenz sowie die Wissensbasis in Bezug auf politische, wirtschaftliche und regionale Themen.

Haben Sie Fragen zu dem Projekt? Wollen Sie Ihre Auszubildenden anmelden? Dann wenden Sie sich an unseren Leiter Abonnementverkauf, Rainer Grabis, unter Telefon 0211/ 8382-2245 oder per E-Mail:

azubiabo@westdeutsche-zeitung.de

Schlauer macht also das Zeitunglesen, das belegt ebenfalls eine Studie der Universität Koblenz-Landau.

In einem Jahr wurden zu Beginn, in der Mitte und zum Ende junge Leute untersucht: Zeitungsleser und Nicht-Leser. Das Ergebnis: Bei den Zeitungslesern ist in dem Zeitraum ein deutlicher Wissenszuwachs festzustellen.

Monatlich wurden zudem Wissenstest durchgeführt. Auch da war zu erkennen, dass durch das regelmäßige Zeitunglesen das Allgemeinwissen der jungen Teilnehmer deutlich verbessert wurde. Die befragten Jugendlichen gaben nach dem Projekt an, dass sich ihre Rechtschreibung, Zeichensetzung, sprachlicher Ausdruck und ihre Argumentationsfähigkeit verbessert habe. Wer also Zeitung liest, ist erfolgreicher.

Auszubildende werden von ihren Betrieben angemeldet

Genau dort setzt nun ein neues Projekt der Westdeutschen Zeitung an: Azubi Abo. „Ziel ist es, die Wissensbasis der teilnehmenden Auszubildenden in Bezug auf gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche, kulturelle und regionale wie lokale Themen zur erweitern“, sagt Chefredakteur Martin Vogler. Außerdem wird die Lese-, Sprach- und Medienkompetenz gefördert.

Die jungen Leute werden von ihren Ausbildungsbetrieben zu dem Projekt angemeldet. Ein Jahr lang werden sie bei ihrer Zeitungslektüre individuell begleitet. „Erster Projektstart ist der 1. Februar. Wir werden aber im Herbst einen zweiten Termin anbieten“, sagt Jan Heuwinkel, Projektleiter Vertrieb bei der Westdeutschen Zeitung.

Zeitungslektüre, Projektmaterial und Exkursionen in die Region

Die teilnehmenden Auszubildenden erhalten zum Projekt medienpädagogisch aufbereitetes Projektmaterial, das vom Mediaconsulting Team Dortmund konzipiert wurde. Das Institut führt zudem die wissenschaftliche Begleitforschung durch.

Außerdem nehmen die jungen Leute an Exkursionen zum Beispiel in den Landtag NRW oder ins Druckhaus Wuppertal teil.

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