Wuppertal. Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) haben zwei Tochterfirmen des Billigstromanbieter Flexstrom den Strom abgedreht. Wie das „Handelsblatt“ am Donnerstag berichtete, sei der Lieferantenrahmenvertrag mit Löwenzahn Energie und Optimal Grün von den dortigen Stadtwerken fristlos gekündigt worden. Wie WSW-Sprecher Holger Stephan am heutigen Donnerstag der WZ bestätigte haben die beiden Gesellschaften den von den WSW bezogenen Strom nicht immer rechtzeitig bezahlt, Beschwerden der Stadtwerke hätten nichts gebracht.  Nachdem Flexstrom auf das Angebot einer Lieferung per Vorkasse nicht eingegangen sei, wurden die Kunden abgeschaltet.

Flexstrom wies diese Darstellung zurück. Unternehmen hätten die Rechnungen bezahlt, es gebe sogar ein fünfstelliges Guthaben bei dem Netzbetreiber. Ein Unternehmenssprecher von Flexstrom in Berlin sprach auf dpa-Nachfrage von einem „Rechtsbruch“ und kündigte an, gegen den Netzbetreiber gemeinsam mit der Bundesnetzagentur und einem Missbrauchsverfahren vorzugehen. „In dem Verhalten des Netzbetreibers sehen wir einen willkürlichen Verstoß gegen die Marktliberalisierung“.

Leidtragende sind die Wuppertaler Kunden. Sie sind nun wieder Kunde der Stadtwerke und müssen den Strom erneut bezahlen, wenn sie bei den beiden Gesellschaften Vorkasse bezahlt haben. Betroffen sind laut Stephan etwa 300 Wuppertaler. Bei Flexstrom selbst sind etwa 720 Wuppertaler Kunden. Die Muttergesellschaft wird aktuell aber noch von den WSW beliefert, wie Stephan bestätige. dpa/rom

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