Von Robert Maus
Drei Tage zeigte sich Wuppertal von seiner besten Seite und begeisterte hunderttausende Gäste aus dem Land.
Die Römer kamen doch bis nach Wuppertal. Eine Legion aus Xanten unter der Schwebebahn.
Andreas FischerDie Römer kamen doch bis nach Wuppertal. Eine Legion aus Xanten unter der Schwebebahn.
Wuppertal. Es war ein gigantisches Fest. Drei Tage lang hat sich Wuppertal zum 62. Geburtstag des Landes NRW als hervorragender Gastgeber präsentiert. Der NRW-Tag hat alle Erwartungen übertroffen; bei strahlendem Spätsommerwetter kamen etwa 700 000 Gäste in die Stadt. Unter dem Motto "Wuppertal bewegt. Sich. Dich. Mich" haben sich während der Feiern etwa 150 Städte aus ganz NRW an dem Fest beteiligt.
Es war ein vollkommen friedliches Volksfest. Die Polizei meldete keine Zwischenfälle, und auch die befürchteten Aktionen autonomer Gruppen blieben größtenteils aus. Trotz der vielen Besucher kam es nicht zu einem Verkehrschaos, die etwa 350 ehrenamtlichen "Wupperlotsen" halfen den Gästen, sich in der Stadt zurecht zu finden.
Höhepunkte des NRW-Tages waren neben den sehr gut besuchten Festmeilen natürlich die beiden Auftritte des Sinfonieorchesters unter Leitung von Toshiyuki Kamioka in der Stadthalle und auf dem Laurentiusplatz. Viele tausend Wuppertaler genossen "ihre" Sinfoniker.
Während der großen Festparade im Zooviertel - dort waren auch die meisten Bühnen aufgebaut - ging nichts mehr. Bei Kaiserwetter marschierten etwa 1700 Ehrenamtliche in 69 Gruppen aus allen Teilen des Landes an den Gästen vorüber.
Im Luisenviertel ging es bis in die späte Nacht hoch her, und da war es auch kein Wunder, dass Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) von der Stadt begeistert war. In Wuppertal, so sagte er, habe eine "sympathische Leichtigkeit" geherrscht, die ihn an die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und den Weltjugendtag erinnert habe. Auf den Festplätzen entlang der Talachse begeisterten viele Gruppen mit Kleinkunst, in Vohwinkel zeigten die Artisten der Traber-Truppe waghalsige Stunts.
Mehr als 10 000 Helfer haben den NRW-Tag in der bergischen Universitätsstadt mitgestaltet. Organisiert wurde das Landesfest von der Staatskanzlei und der Wuppertaler Marketing Gesellschaft, die die notwendigen Sponsoren gewinnen konnte.
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