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16. September 2008 - 13:32 Uhr
Rund um Köln: Radprofis legen sich nur für Orte mit Sponsoren ins Zeug
von Ekkehard Rüger
Burscheid soll Teil der Strecke bleiben, aber der Bogen nach Wermelskirchen wird gestrichen.
 
 

Burscheid. Noch nie in seiner 100-jährigen Geschichte ist das Radrennen „Rund um Köln“ im Oberbergischen Kreis gestartet worden. Am Ostermontag 2009 wird sich das ändern: Dann geht das Profifeld von Reichshof aus auf seine 200-Kilometer-Runde durch das Bergische in Richtung Köln.

Der Grund: Dort hat mit der Bohle GmbH (Schwalbe-Fahrradreifen) ein dem Radsport weiterhin treuer Sponsor seinen Sitz.

Schon in diesem Jahr hatte Geschäftsführer Frank Bohle nach der witterungsbedingten Absage des Rennens zu seinen finanziellen Zusagen gestanden und für 2009 wird der Beitrag für „Rund um Köln“ noch einmal aufgestockt. Anlass für Organisator Artur Tabat, auf diese Weise Danke zu sagen. „Aber in Leverkusen wird weiterhin das Jedermann-Rennen gestartet.“

Noch steht die gesamte Veranstaltung finanziell nicht auf sicheren Füßen und auch Bürgermeister Hans Dieter Kahrl sagt vorsichtig: „Wir müssen jetzt natürlich erst einmal abklären, ob die Burscheider Firmen wieder mitmachen.“ Aber dennoch haben die Planungen für die neue Streckenführung schon begonnen. Sicher ist: Burscheid wird weiter Teil des Rennens bleiben.

Allerdings als künftig nur noch einziger Ort des Nordkreises: „Wermelskirchen fällt raus“, kündigt Tabat an. Bürgermeister Eric Weik habe kein Interesse mehr gezeigt „und mir meine sämtlichen Sponsoren weggenommen“. Außerdem passe die Stadt nicht mehr in die geänderte Streckenführung: „Wir haben ja nur 200 Kilometer zur Verfügung.“

Leichlingen kein Ersatz für Wermelskirchen

Gleiches gilt für Leichlingen, das gerne an der Stelle der Wermelskirchener neu bei „Rund um Köln“ eingestiegen wäre. „Aber damit würden wir zu weit abweichen“, bedauert Tabat die Absage.

Die Profis werden über Engelskirchen in den Rheinisch-Bergischen Kreis gelangen. In Kürten geht es über Spitze und Bechen ins Scherfbachtal nach Odenthal. Von Altenberg und Blecher aus erreicht das Feld die Burscheider Innenstadt.

Dann entfällt aber der Bogen über die Kreisstraße2 nach Paffenlöh, Hilgen und weiter über die B 51 nach Wermelskirchen. Stattdessen werden die Radprofis via Lützenkirchen und Quettingen direkt die Nachbarstadt Leverkusen ansteuern und sich von dort auf den Weg in den Südkreis machen, um schließlich das Ziel am Kölner Rheinauhafen zu erreichen.

Dass Burscheid weiter dabei sein will, begründet Bürgermeister Kahrl vor allem mit dem Hinweis auf „die vielen jungen Fahrer“, denen man eine Chance geben müsse. Seine Hoffnung: „Dass wir dann nur noch saubere Radsportler haben werden“.

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