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25. Februar 2010 - 19:09 Uhr
Prozess:Jugendvertreter unterliegt
von Ekkehard Rüger
Vor dem Landesarbeitsgericht hat Federal-Mogul mit der Entscheidung Recht bekommen, Maurice Behrent nach der Ausbildung nicht zu übernehmen.
 
 

Burscheid/Düsseldorf. Das Landesarbeitsgericht (LAG) in Düsseldorf hat Donnerstag der Berufung von Federal-Mogul (FM) stattgegeben und eine Entscheidung des Arbeitsgerichts Solingen aufgehoben.

„Im Endergebnis wird das Arbeitsverhältnis aufgelöst“, sagte Pressesprecher Olaf Markowz gegenüber dem BV.

Nach Ansicht der 11.Kammer des LAG war damit die Entscheidung des Unternehmens rechtens, den Jugend- und Auszubildendenvertreter Maurice Behrent nach Ende seiner Ausbildung kein unbefristetes Arbeitsverhältnis anzubieten.

Das Arbeitsgericht Solingen hatte im September 2009 noch anders entschieden. Seither wird der gelernte Industriekaufmann bei Federal-Mogul wochenweise woanders eingesetzt.

Möglichkeit der Rechtsbeschwerde zugelassen

Allerdings hat das Landesarbeitsgericht nach Aussage des Sprechers Rechtsbeschwerde gegen seine Entscheidung zugelassen. Damit besteht für Behrent und die ihn unterstützende IG Metall noch die Möglichkeit, bis vor das Bundesarbeitsgericht in Erfurt zu ziehen. Dem Vernehmen nach hat die Gewerkschaft das im Vorfeld der Verhandlung für den Fall einer Niederlage auch schon angekündigt.

Auf die Frage, ob der Gang nach Erfurt aufschiebende Wirkung für die Entlassung Behrents habe, sagte Sprecher Markowz: „Die Entscheidung ist vorläufig vollstreckbar, also bis eine andere Entscheidung vorliegt.“

Da das Sitzungsergebnis am Donnerstag noch nicht auf der Internetseite des Landesarbeitsgerichts veröffentlicht war, lagen am Abend noch keine Stellungnahmen der Geschäftsführung oder der Gewerkschaft vor.

FM hatte Behrent Ende Januar 2009 die vom Betriebsverfassungsgesetz vorgesehene Übernahme mit Hinweis auf den notwendigen Stellenabbau verwehrt. Eine passende Stelle habe man nicht monatelang freihalten können. Auch hätte das Unternehmen bei einer Übernahme Behrents einen weiteren Mitarbeiter entlassen müssen.

Für die Gewerkschaft ist der Prozess Teil ihrer „Operation Übernahme“. Mit der Kampagne will sie allen Auszubildenden eine Übernahmegarantie verschaffen.


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