Düsseldorf/Mülheim. Eine ausgebüchste Monokel-Kobra hält seit den frühen Morgenstunden Feuerwehrleute aus Düsseldorf und Mülheim auf Trab. Das hochgiftige Tier, dessen Biss für den Menschen tödlich sein kann, wurde in einer Dachgeschosswohnung in Mülheim von einem Privatmann gehalten - offenbar nicht sachgerecht, denn es verschwand in der Nacht.
Der Schlangenbesitzer, der sich das Tier erst am Wochenende auf einer Messe zugelegt hatte, rief um 1 Uhr die Feuerwehr Mülheim an, die sogleich ihre Düsseldorfer Kollegen alarmierte. Zwei Feuerwehrleute aus der Landeshauptstadt, die speziell für den Umgang mit Reptilien geschult worden sind, suchen seitdem fieberhaft nach der Giftschlange.
Die Schlange konnte vermutlich durch eine kleine Öffnung im Terrarium entweichen und kann sich quasi überall im Haus aufhalten. Die Reptilien-Experten der Düsseldorfer Feuerwehr begannen noch in der Nacht damit, alle Möbel aus der Wohnung in den Garten zu räumen und hebelten sogar den Dielenboden auf. Die Suche wurde auf Nachbarwohnungen ausgedehnt, blieb aber bis zum Nachmittag erfolglos.
Für den Ernstfall hatten die Helfer ein Gegengift parat. Denn: "Ohne Behandlung ist der Biss der Schlange in wenigen Stunden tödlich", sagte der Feuerwehrsprecher Horst Brinkmann. Die vermisste Monokel-Kobra ist noch Jung und nur etwa 30 Zentimeter groß. Im Normalfall werden die Schlangen 1,20 bis 1,70 Meter lang.
Auf den Besitzer der Schlange kommt vermutlich nach der aufregenden Suchaktion noch weiterer Ärger zu. Der Mann muss laut Feuerwehr damit rechnen, für den Einsatz und sämtliche Schäden aufzukommen.






