Der Baustoffhandel hat einen Teil des Abrissgeländes gepachtet. Was die Avea mit dem Rest macht, ist offen.

Herbert Törmer freut sich auf das neue Freilager (l.). Das Trafohäuschen auf dem Avea-Gelände muss noch versetzt werden (r.).   Fotos (2): B. Sarx
Herbert Törmer freut sich auf das neue Freilager (l.). Das Trafohäuschen auf dem Avea-Gelände muss noch versetzt werden (r.). Fotos (2): B. Sarx

Herbert Törmer freut sich auf das neue Freilager (l.). Das Trafohäuschen auf dem Avea-Gelände muss noch versetzt werden (r.). Fotos (2): B. Sarx

Herbert Törmer freut sich auf das neue Freilager (l.). Das Trafohäuschen auf dem Avea-Gelände muss noch versetzt werden (r.). Fotos (2): B. Sarx

Sarx, Barbara, Bild 1 von 2

Herbert Törmer freut sich auf das neue Freilager (l.). Das Trafohäuschen auf dem Avea-Gelände muss noch versetzt werden (r.). Fotos (2): B. Sarx

Burscheid. „Das ist für uns eine wesentliche Entlastung.“ Herbert Törmer ist erleichtert, dass sein ökologischer Baustoffhandel Lutze & Törmer, seit 1995 im Gewerbepark Luisental angesiedelt, endlich über mehr Platz verfügt.

Seit Jahresanfang zahlt der Betrieb Pacht für einen Teil des Nachbargeländes an den Leverkusener Abfallbetrieb Avea, der dort im vergangenen Jahr das einstige Übergangswohnheim der Stadt Leverkusen hatte abreißen lassen.

„Wir wollten nicht ewig jammern und haben daher aus der Not eine Tugend gemacht“, sagt Törmer. Schon seit Jahren platzt der Betrieb aus allen Nähten, aber die Suche nach einem neuen Standort war aus vielerlei Gründen bisher erfolglos. Die Umzugspläne werden zwar nicht komplett aufgegeben, aber die neue Lagerfläche sorgt für Entspannung.

Freilager mit Hochregalen und einzelnen Containern

Wenn die Witterung es zulässt, soll in den nächsten Wochen dort ein Freilager entstehen mit Hochregalen und einzelnen Containern zur Trockenlagerung von Baustoffen. „Dass das Wohnheim abgerissen wurde, ist für das ganze Tal gut“, ist Törmer überzeugt.

Die Avea als neuer Eigentümer ist derweil noch mit aufwendigen Restarbeiten auf dem insgesamt gut 3000 Quadratmeter großen Gelände beschäftigt. Im Keller des Wohnheims war ein Trafohäuschen untergebracht, von dem aus die Stromversorgung für das gesamte Tal geregelt wird. Es soll jetzt an den äußersten Rand des Grundstücks in Richtung Büchel versetzt werden.

„Danach wird der Keller verfüllt und das Gelände eingeebnet“, sagt Avea-Sprecher Claus-Dieter Steinmetz. Eine Umzäunung soll verhindern, dass aus dem alten ein neuer Schandfleck wird.

Was dort weiter geschieht, ist aber noch offen. Vage Ideen zum Vertrieb von aufbereiteten Biomasse-Produkten bestehen. Das könnte von Kompost und Mutterbodenersatz bis zu Holzhackschnitzeln und Holzpellets reichen. Aber zum einen gibt es für diese Produkte zum Teil schon regionale Anbieter, zum anderen sollen auch Partner der Avea wie der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV) in die Überlegungen eingebunden werden.

„Das ist sicher keine Entscheidung, die im nächsten halben Jahr fällt“, sagt Steinmetz. Im Kern hat die Avea im Luisental also erst mal eine regionale Reservefläche in der Hand. Der Rest ist noch Zukunftsmusik.

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer