Ein Wochenende lang geht es nur um die Fotografie. An mehr als 20 Orten stellen Künstler aus.

Clara Maria Sels in ihrer Galerie an der Poststraße. Sie organisiert das Photo Weekend.
Clara Maria Sels in ihrer Galerie an der Poststraße. Sie organisiert das Photo Weekend.

Clara Maria Sels in ihrer Galerie an der Poststraße. Sie organisiert das Photo Weekend.

Ein Porträt der Schaupielerin Isabella Rossellini. Die Fotografie von Michael Dannemann wird in der Reihe „Portraits“ im Intercontinental auf der Kö gezeigt.

Sergej Lepke, Bild 1 von 2

Clara Maria Sels in ihrer Galerie an der Poststraße. Sie organisiert das Photo Weekend.

Düsseldorf. Clara Maria Sels hätte allen Grund nervös zu sein. Denn sie wartet. In zwei Wochen sollen die Bilder des amerikanischen Fotokünstlers Duane Michals in ihrer Galerie in der Carlstadt hängen. Da ist bislang noch keines.

„Ich bin noch in hoffnungsfroher Erwartung“, sagt sie. Angst, dass kein Besucher die Bilder am 2. und 3. Februar zu Gesicht bekommt, hat sie nicht. Umso mehr Vertrauen hat sie dafür in die Logistik.

Im Salon des Amateurs können sich junge Talente präsentieren

Sels organisiert gemeinsam mit dem Chef des NRW-Forums, Werner Lippert, das Düsseldorfer Photo Weekend. Im vergangenen Jahr feierte die Ausstellung quer über das Stadtgebiet Premiere. Mehr als 20 Galerien und Institutionen beteiligen sich und zeigen Werke internationaler Fotografen. Zu sehen gibt es nicht nur etablierte Größen der Szene, wie beispielsweise Andreas Gursky im Museum Kunstpalast.

Besonders dem Nachwuchs soll dieses Wochenende zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. „Düsseldorf ist eine tradierte künstlerische Fotostadt. Aber wir wollen auch die junge Szene voranbringen“, erklärt Lippert die Intention der Veranstaltung. Im Salon des Amateurs etwa findet eine Photo-Review statt, in der sich junge Talente einer professionellen Jury stellen können.

Erweitert wird das optische Programm durch Vorträge im NRW-Forum. Darin geht es um die Bedeutung von Fotobüchern als eigenständige Ausdrucksform der Künstler. Parallel dazu werden dort (jeweils 11 bis 18 Uhr) filmische Porträts über Fotografen wie Robert Mapplethorpe und Thomas Struth gezeigt.

Sie findet am 2. Februar im Salon des Amateurs statt und gibt jungen Talenten ein Forum. Veranstalter ist die Zeitschrift „Kraut“.

„Fotobücher“, 2. Februar, 14 bis 17.30 Uhr; „Vorträge von Künstlern und Verlegern“, 3. Februar, 13 bis 17.30 Uhr. Vom 1. bis 3. Februar, jeweils 12 bis 18 Uhr, findet dort zudem ein Book Salon statt.

Es gibt Führungen in drei Bereichen: Carlstadt, Grabbeplatz, Flingern. 2. Februar: Start um 14 und 16 Uhr; 3. Februar: 14 Uhr.

Im Schauspielhaus geht es unter dem Titel „Enthusiasm“ um Kriegsfotografie (mit Aufführung), Worringerstraße 140. Der 2. Februar ist zugleich Startschuss für die Ausstellung von Bryan Adams im NRW-Forum.

 

Internet: www.duesseldorfphotoweekend.de

Wer mag, kann zudem in den „Print on demand“-Büchern des amerikanischen Fotografen Stephen Shore blättern.

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