Im Spiel gegen Augsburg ist für das Meier-Team viel falsch gelaufen. Was sich ändern muss.

Immer wieder stoppten die Augsburger den Spielfluss der Fortunen mit Fouls, wie hier an Ken Ilsø (M.). Doch der Däne konnte mit seinen Freistößen nicht für Gefahr sorgen.
Immer wieder stoppten die Augsburger den Spielfluss der Fortunen mit Fouls, wie hier an Ken Ilsø (M.). Doch der Däne konnte mit seinen Freistößen nicht für Gefahr sorgen.

Immer wieder stoppten die Augsburger den Spielfluss der Fortunen mit Fouls, wie hier an Ken Ilsø (M.). Doch der Däne konnte mit seinen Freistößen nicht für Gefahr sorgen.

Christof Wolff

Immer wieder stoppten die Augsburger den Spielfluss der Fortunen mit Fouls, wie hier an Ken Ilsø (M.). Doch der Däne konnte mit seinen Freistößen nicht für Gefahr sorgen.

Düsseldorf. Die Ansprache von Norbert Meier gegenüber seiner Mannschaft dauerte vor dem gestrigen Training außergewöhnlich lange. Fortunas Trainer, der am Montag auf die Teilnahme am zweiten Teil der Tagung der Bundesliga-Trainer extra verzichtet hatte, sprach die negativen Dinge und auch die positiven Erkenntnisse nach dem Spiel gegen den FC Augsburg (2:3) an.

Leidenschaft fehlt lange Zeit

Meier spricht immer davon, dass seine Mannschaft in der Bundesliga zunächst die Grundtugenden wie Kampf und Leidenschaft abrufen muss. Warum die Fortuna das über rund 70 Minuten im Rückrundenauftakt nicht tat, konnten weder die Spieler noch der Trainer erklären. „Wir werden kaum mit einer Mannschaft der Liga spielerisch mithalten können“, sagte Meier. „Wir sind nur zögerlich in die Zweikämpfe gekommen und konnten die Zentrale nicht schließen.“ So könne der Funke bestimmt nicht auf die Fans überspringen.

Erfahrene Spieler gehen nicht voran

Auffällig war vor allem, dass erfahrene Spieler wie Tobias Levels, Axel Bellinghausen und teilweise auch Andreas Lambertz sowie Oliver Fink keine Impulse setzen und die jüngeren Spieler nicht mitreißen konnten. Zudem schossen die Fortunen nicht nur bei den Gegentoren kapitale Böcke, sondern auch viele Bälle gingen viel zu einfach verloren. Nicht umsonst rief der Trainer direkt nach dem Spiel einen verstärkten Konkurrenzkampf aus, um die Routiniers unter Druck zu setzen.

Schlechte Standardsituationen

Eine Vielzahl von Standardsituationen blieb ungenutzt. Vor allem bei Freistößen gab es nur selten gefährliche Aktionen. „Da erinnere ich mich, dass wir das mal viel besser gemacht haben“, erklärte Andreas Lambertz. Der Kapitän meinte damit das Siegtor, das Ken Ilsø gegen Hannover per Freistoß gelungen war. „Ken muss aber mal einen Freistoß liegen lassen, wenn er bereits vier Freistöße verhauen hat“, sagte Norbert Meier.

Punktevorsprung ist geschrumpft

Gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf tut der Punktverlust doppelt weh. Wenn sich die Einstellung nicht ändert, wird der Weg zum Klassenerhalt noch sehr steinig werden. Die Spieler müssen dafür immer alles abrufen.

Warnschuss kommt zur rechten Zeit

Nach monatelanger Verletzung (Hüft-OP) hat Bruno Soares am Montag erstmals mit der Mannschaft trainiert. Es ging für die Spieler von Norbert Meier jedoch nur zum Lauftraining in die Leichtathletik-Halle.

Diese Niederlage mit drei absolut vermeidbaren Gegentoren sollte die Mannschaft aufgerüttelt haben. Sie schärft das Gefühl für die vorhandenen Unzulänglichkeiten und Fehleinschätzungen.

Das ist nicht Fortunas wahres Gesicht

Die Fortuna hat nicht ihr wahres Gesicht gezeigt. 16 Bundesliga-Trainer saßen wegen ihrer Tagung auf der Tribüne der Arena und könnten den Eindruck mitnehmen, dass Fortuna leicht zu bezwingen sei. Dass die Mannschaft womöglich nun ein dankbarer Punktelieferant werden könnte, dem wird Trainer Meier entgegen wirken. Er hat das auch in der Hinrunde nach in einer Serie siegloser Spiele geschafft. Ohnehin fühlt man sich als Außenseiter in Düsseldorf wohler.

Die Aufholjagd macht Mut

Dass die Mannschaft auch noch ein 0:3 fast noch in einen Punktgewinn umwandeln kann, zeigt, dass sie in der Bundesliga konkurrenzfähig ist.

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