Von Thomas Schulz
Bielefeld kommt als Absteiger. Die Finanzen bedrohen sogar die Existenz.
Düsseldorf. Der DSC Arminia Bielefeld steht als Absteiger fest. Nach dem Verlust von drei Punkten durch die Inanspruchnahme eines Kredits der DFL ist der Klassenerhalt unmöglich. Ein Klassenerhalt, der eh unwahrscheinlich war.
Damit geht für die Ostwestfalen eine deprimierende Saison zu Ende. Das Vereinskürzel DSC wurde von den Zuschauern mit „Die spielen chaotisch“ übersetzt und die Spieler als „Alles-Verlierer“ bezeichnet, während der auf über 27 Millionen Euro angewachsene Schuldenberg die Existenz des Vereins massiv gefährdete. Dabei hatte Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier zur Winterpause noch erklärt, die Saison sei durchfinanziert und Trainer Ewald Lienen gleich sieben Zugänge gebilligt. Da zeigen einige Vereine nun zu Recht Unverständnis über den DFL-Kredit, der eigentlich für unvorhersehbare Probleme wie den plötzlichen Verlust eines Hauptsponsors gedacht ist, nicht aber zur Korrektur von unverantwortlichen Drahtseilakten.
Der ehemalige Düsseldorfer Uwe Fuchs lehnte den Trainerposten ab
War es nur blauäugig oder fehlt Schnitzmeier die Kompetenz zur Führung eines Profi-Klubs? Der 46-Jährige macht weiter, handelte sich auf der Suche nach einem neuen Trainer aber etliche Absagen ein. Maik Walpurgis bleibt in Lotte, Thomas Stratos in Wiedenbrück und auch Uwe Fuchs schlug ein Angebot aus. „Aufgrund der handelnden Personen und der finanziellen Gesamtsituation habe ich nein gesagt. Ich kenne das Szenario von Fortuna Köln sowie dem VfB Lübeck und es ist für meine weitere Laufbahn nicht förderlich, nur mit taumelnden Vereinen in Verbindung gebracht zu werden.“
So übernimmt im Sommer Markus von Ahlen. Es scheint ein Himmelfahrtskommando zu werden. Denn dass die Arminia im Etat für Liga drei mit 12 000 Zuschauern plant, zeigt dass sie aus dieser Saison nicht viel gelernt haben.




