Der Bau ist fertig, bis März ziehen nun die rund 5000 Mitarbeiter in die neue Zentrale in Heerdt – logistisch eine Herausforderung.

Personalchef Dirk Barnard und Direktor Burkhard Wussow von Vodafone sowie Projektmanager Lothar Harmuth und die Geschäftsführer Kurt Zech und Burkhard Schmidt von der Zech-Gruppe (v.l.n.r.) bei der Schlüsselübergabe.
Personalchef Dirk Barnard und Direktor Burkhard Wussow von Vodafone sowie Projektmanager Lothar Harmuth und die Geschäftsführer Kurt Zech und Burkhard Schmidt von der Zech-Gruppe (v.l.n.r.) bei der Schlüsselübergabe.

Personalchef Dirk Barnard und Direktor Burkhard Wussow von Vodafone sowie Projektmanager Lothar Harmuth und die Geschäftsführer Kurt Zech und Burkhard Schmidt von der Zech-Gruppe (v.l.n.r.) bei der Schlüsselübergabe.

Dehniger

Personalchef Dirk Barnard und Direktor Burkhard Wussow von Vodafone sowie Projektmanager Lothar Harmuth und die Geschäftsführer Kurt Zech und Burkhard Schmidt von der Zech-Gruppe (v.l.n.r.) bei der Schlüsselübergabe.

Düsseldorf. Deutschlands größte Bürobaustelle ist Geschichte: am Samstag wurde die neue Firmenzentrale von Vodafone Deutschland offiziell fertig. Alle Beteiligten betonten bei der Schlüsselübergabe, wie stolz man sei, das der Bau reibungslos ablief und pünktlich fertig wurde.

Laut Vodafone Personalchef Dirk Barnard ist der neue Gebäudekomplex in Heerdt „ein deutliches Statement für den Technologiestandort Düsseldorf“ und werte auch den Stadtteil Heerdt auf. Viele seiner Mitarbeiter sitzen derweil bereits auf gepackten Koffern.

Die ersten 1500 Mitarbeiter ziehen bereits vor Weihnachten um

Diese Woche ziehen die ersten der 1500 Mitarbeiter aus dem Hochhaus am Mannesmannufer in die neue Firmenzentrale, bis März soll dann jeder der insgesamt rund 5000 Angestellten in Düsseldorf auf den Vodafone-Campus gewechselt sein.

Dass man so kurz vor Weihnachten mit dem Umzug beginnt, hat einen einfachen Grund: „Ende Dezember laufen die Mietverträge unseres Gebäudes am Mannesmannufer aus. Es war deshalb umso wichtiger, dass der Bau pünktlich fertig wurde“, erklärt Pressesprecherin Ute Brambrink.

Schon 1958 bezog die Mannesmann AG, die vor zwölf Jahren von Vodafone übernommen wurde, das Hochhaus in der Carlstadt. „Da geht natürlich für uns alle eine Ära zu Ende. Viele Mitarbeiter haben mir verraten, dass sie die schöne Aussicht und die tolle Lage vermissen werden“, erzählt Brambrink.

Im September 2010 fiel der Startschuss, seitdem arbeiteten rund 700 Personen an dem neuen Gebäudekomplex, der einer der modernsten in Europa werden soll. Im März diesen Jahres begann der Innenausbau. Der Neubau kostet insgesamt 300 Millionen Euro.

Herzstück auf dem Gelände ist ein 75 Meter hoher Turm mit 19 Geschossen, der auf der linken Rheinseite in Düsseldorf das höchste Gebäude ist. Außerdem auf dem Campus: ein für die Mitarbeiter kostenloses Fitnessstudio, Kindergarten, Gesundheitszentrum, Friseursalon und Reinigung. Die Parkanlage im Innenhof, der „Berkshire Garden“, wurde in Anlehnung an den weltweiten Firmensitz von Vodafone in der englischen Grafschaft Berkshire gewählt. Die Anlage ist frei zugänglich und kann auch von Besuchern genutzt werden.

Der Umzug, logistisch eine Herausforderung, ist bereits seit langem vorbereitet und geplant. „Jeder weiß schon seit dem Frühjahr, an welchem Tag genau er wechseln wird.“ Auch Aufrufe, sich von überflüssigen Büromaterialen zu trennen und wichtige Dateien zu archivieren, gab es bereits vor Monaten. Ab Ende Januar werden innerhalb von vier Wochen auch die knapp 3500 Mitarbeiter aus den vier Gebäuden am Seestern in das neue Firmengebäude wechseln, weit haben die es allerdings nicht.

Die Vorbereitungen auf den Umzug laufen bereits seit zwei Jahren.

„Ein Großteil der Mitarbeiter freut sich darauf, bald auf dem Vodafone-Campus zu arbeiten“, verrät Hendrik Grempe, der bereits den Campusbau betreut hat und nun den Umzug hauptverantwortlich leitet. Zwölf sogenannte „Floorrunner“ sollen den Mitarbeitern in den ersten Wochen beim Einleben helfen und Unklarheiten beseitigen, „ihre Arbeit ist mit der von Hostessen vergleichbar“.

Auch Umzugshandbücher wurden an jeden Mitarbeiter verteilt. Nicht nur deshalb ist Grempe zuversichtlich, dass nach dem eigentlichen Campus-Bau auch der Umzug reibungslos über die Bühne gehen wird: „Schon kurz nach dem Beginn der Bauzeit vor 28 Monaten haben wir damit begonnen, die Mitarbeiter behutsam auf den Umzug vorzubereiten. Sie wechseln nicht nur an einen neuen Ort, sondern auch in eine neue Atmosphäre.“

Gearbeitet wird künftig nur noch in Großraumbüros auf offenen Flächen. Ende April habe man außerdem eine Testfläche eingerichtet, auf der sich die Angestellten selbst einen Eindruck davon verschaffen konnten, wo und wie sie zukünftig arbeiten werden. „Ist ja gar nicht so eng, wie wir dachten“, sei dabei laut Grempe die häufigste Reaktion gewesen.

Er rechnet damit, dass es noch ein halbes Jahr dauern wird, bis sich jeder in der neuen Umgebung eingelebt hat. Dazu beitragen soll die großzügige Bepflanzung des Außengeländes, mit der vor wenigen Wochen begonnen wurde: rund 80 Großbäume und zehntausende Kleinpflanzen zieren bald die Freiflächen zwischen den einzelnen Firmengebäuden.

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