Die Studentin Katharina Fedder hat Krefeld in ihrer Abschlussarbeit einen frischen Look verpasst.

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Der Logo-Entwurf von Katharina Fedder nimmt viel auf: Zwei sich gegenüberstehende K für Krefeld formen das Rechteck der Innenstadtwälle und gehen auf ein textiles Grundmuster zurück. (Grafik: Katharina Fedder)

Krefeld. Krefeld braucht ein neues Gesicht: Das ist das Fazit, das Katharina Fedder in ihrer Bachelor-Arbeit zieht. Die frischgebackene Mediadesignerin hat sich nämlich mit dem Corporate Design - dem Erscheinungsbild - ihrer Heimatstadt beschäftigt. Herausgekommen ist ein völlig neues Stadtlogo, das aus zwei gegenüberstehenden K für Krefeld besteht und dessen quadratische Grundform die Innenstadtwälle spiegelt. Modern und facettenreich soll es Krefeld zeigen sowie alle Anforderungen an ein städtisches Corporate Design erfüllen.

Das aktuelle Logo wirkt sehr kindlich und verspielt

"Ich wollte natürlich für mich etwas grundsätzlich Neues machen", sagt Katharina Fedder, die zwar mit dem Stadtmarketing in Kontakt stand, aber ohne jede Vorgaben gearbeitet hat. Dennoch blieb sie der Tradition treu und nahm ein textiles Grundmuster auf. Nicht ohne Grund, schließlich hat ihre Untersuchung auch ergeben, dass die Geschichte Krefelds als Textilstadt immer noch prägend für das Image ist. Den Slogan "Stadt aus Samt und Seide" hat sie deshalb auch in ihren Entwürfen übernommen. "Durch die Arbeit habe ich viel über Krefeld erfahren", gibt Fedder zu. Vielfältig und lebendig sei Krefeld, hat die Analyse im theoretischen Teil ergeben. Allerdings werde ihre Heimatstadt von außen kleiner wahrgenommen als sie ist.

"Mir war wichtig, dass Krefeld als Oberzentrum wahrgenommen wird." Seriös, innovativ und facettenreich. Dagegen wirke das aktuelle Logo sehr verspielt und kindlich: "Man darf nicht vergessen, dass nicht nur junge Familien die Zielgruppe sind und inzwischen auch andere Ansprüche gelten", sagt Fedder. Immerhin zwölf Jahre hat das Logo der Düsseldorfer Agentur Michael Schirner schon auf dem Buckel. Die Hilfen, wie das Logo zu verwenden ist, sind 1998 nicht für alle inzwischen gängigen Medien und Anforderungen ausgearbeitet.

"Es ist legitim, darüber nachzudenken, ob das noch passt", sagt auch Ulrich Cloos, Fachbereichsleiter Marketing. Fedders Entwurf ist allerdings nicht der einzige, der auf Cloos’ Schreibtisch liegt. Seit der Debatte, die die CDU-Fraktion im März angefacht hatte, haben sich etliche Agenturen bei der Stadt gemeldet und ihre Ideen vorgestellt.

"Ich finde es gut, dass eine Diskussion ohne Beschränkungen angeregt wird", sagt er. Angesichts knapper Kassen ist an eine schnelle Schönheitsoperation für Krefeld ohnehin nicht zu denken. Aber: "Das Denken und die Diskussion sollten unabhängig davon sein." Noch hatte Katharina Fedder keine Gelegenheit, ihr Konzept persönlich vorzustellen. Die Terminplanung läuft.

Die 22-jährige Katharina Fedder hat an der Mediadesign-Hochschule Düsseldorf studiert.

"Anforderungen an das Corporate Design der Stadt Krefeld" war der theoretische Teil von Fedders Bachelor-Arbeit betitelt. Im zweiten Teil hat sie einen Leitfaden für die Anwendung des Designs entwickelt.

Das grüne Logo steht für die Stadt im Allgemeinen, für die Geschäftsbereiche gibt es verschiedene Farbvarianten.

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