Ab Sommer gibt es nur noch eine zentrale Anlaufstelle im Klinikum. Das Zentrum wird derzeit gebaut. Chef ist Dr. Guido Kemmeries.

Dr. Guido Kemmeries wird der Chef des neuen Notfallzentrums. Er hat als Notarzt viel Erfahrung.
Dr. Guido Kemmeries wird der Chef des neuen Notfallzentrums. Er hat als Notarzt viel Erfahrung.

Dr. Guido Kemmeries wird der Chef des neuen Notfallzentrums. Er hat als Notarzt viel Erfahrung.

Jochmann, Dirk (dj)

Dr. Guido Kemmeries wird der Chef des neuen Notfallzentrums. Er hat als Notarzt viel Erfahrung.

Krefeld. Die erste Anlaufstelle im Trauma-Zentrum der Helios-Klinik ist der so genannte Schockraum. Es ist das Zimmer, wo Patienten nach einem Unfall sofort hingebracht werden, wenn sie per Krankenwagen oder Hubschrauber eingeliefert werden und oft noch unter Schock stehen. In diesem Raum ist Zeit äußerst wichtig. Je weniger vergeht, bis mit der eigentlichen Behandlung begonnen werden kann, desto besser für den eingelieferten Patienten.

Nicht nur für Unfallopfer, sondern für alle Verletzten und für jedes Krankheitsbild gibt es ab dem Sommer nur noch eine zentrale Anlaufstelle, die das Aufnahme-Verfahren beschleunigt und sofort den richtigen Weg zum Facharzt weist. „Sämtliche Notfälle werden dann zentral von einem interdisziplinären Team aus erfahrenen Internisten, Anästhesisten, Chirurgen und Neurologen behandelt“, berichtet Helios-Geschäftsführer Hans Walter Singer. Zeiten, in denen Patienten mit einem medizinischen Problem „weitergeschickt werden“, sind dann vorbei.

Zurzeit entsteht das neue „Interdisziplinäre Notfallzentrum“ (NFZ) unterhalb des Operativen Zentrums, gegenüber dem Parkhaus. Es ist 2000 Quadratmeter groß und kostet rund 4,4 Millionen Euro. Neben dem Schockraum werden Untersuchungs- und Behandlungsräume errichtet, es gibt den Röntgenraum nebenan und auch einen Überwachungsbereich mit elf Aufnahmebetten. Die Patienten bekommen je nach Schwere ihres Leidens eine Farbe zugewiesen, wobei Rot die dringlichste darstellt. „So geht uns kein Patient verloren.“

Konservative und chirurgische Notaufnahme werden vereint

Dr. Guido Kemmeries wird der Chef des neuen Notfallzentrums. Er hat die Aufgabe, die konservative und chirurgische Notaufnahme im neuen Haus zu verschmelzen. Und nicht nur das. Auch die Notfalldienstpraxis der niedergelassenen Ärzte, die sich bereits auf dem Klinikum-Gelände befindet, wird dort direkt angeschlossen. An der Empfangstheke werden eine Pflegekraft und ein Arzt als Notfallkoordinator ab dem Sommer auch diesen Patienten von dort sofort den richtigen Weg weisen.

Mit Kemmeries, dem bisherigen Leiter der konservativen Aufnahme, der Station M8, ist ein Mann mit „Leidenschaft zur Notfallmedizin“ zur Stelle. Er kennt diese Fachrichtung von allen Seiten. Der 40-jährige Internist ist seit 2007 regelmäßig als Leitender Notarzt im Einsatz und ist seit 2010 Mitglied der leitenden Notarztgruppe der Stadt. Zudem verantwortet er auch den Standort der Feuerwehr am Helios-Klinikum. Seine Liebe zu dieser Art der Medizin erklärt er so: „Es ist die beste Methode, rasch und effizient zu helfen.“

Noch ist nicht Schluss mit den neuen Einrichtungen im Helios-Klinikum. Spätestens in zwei Jahren soll nach Plänen der Geschäftsleitung am Lutherplatz ein Zentrum für Notfallmedizin stehen. Dort soll die Ausbildung von Rettungssanitätern und Arzthelferinnen betrieben werden. Eine Wissenschaftsplattform zum Thema wird ebenfalls entstehen.

Der Arzt wohnt in Sonsbeck, ist verheiratet, hat zwei Kinder und spielt gerne Tennis. „Als ich noch in Issum in meiner internistischen Praxis arbeitete, musste ich viele Patienten an Helios abgeben. Als die Stelle hier frei wurde, habe ich die Chance ergriffen.“ Jetzt wird er rund 30 000 Patienten im Jahr im NFZ empfangen können. Bis zu 50 werden täglich allein in der konservativen Notaufnahme stationär aufgenommen.

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