Bei der Sportlerwahl der Westdeutschen Zeitung gewinnt der 19-Jährige mit großem Vorsprung.

Lukas Schmitz ist Krefelds größtes Leichtathletik-Talent. Bei der Sportlerwahl der Westdeutschen Zeitung gewinnt der 19-Jährige mit großem Vorsprung.
Lukas Schmitz ist Krefelds größtes Leichtathletik-Talent. Bei der Sportlerwahl der Westdeutschen Zeitung gewinnt der 19-Jährige mit großem Vorsprung.

Lukas Schmitz ist Krefelds größtes Leichtathletik-Talent. Bei der Sportlerwahl der Westdeutschen Zeitung gewinnt der 19-Jährige mit großem Vorsprung.

Birkenstock

Lukas Schmitz ist Krefelds größtes Leichtathletik-Talent. Bei der Sportlerwahl der Westdeutschen Zeitung gewinnt der 19-Jährige mit großem Vorsprung.

Krefeld. Lukas Schmitz ist Krefelds größtes Leichtathletik-Talent. Gerade einmal 19 Lenze jung ist er schon der unumstrittene WZ-Sportler des Jahres 2011. Für den Bronzemedaillengewinner der U 20-Europameisterschaften in Talinn und Deutschen Jugendmeister über 400 Meter könnte jedoch die im Frühjahr beginnende Freiluftsaison eine noch viel erfolgreichere werden als die vergangene.

Nach dem Abitur beginnt die Jagd nach Qualifikationsnormen

Denn unmittelbar nach den Abiturprüfungen am Uerdinger Stadtpark-Gymnasium geht für den zukünftigen Medizinstudenten die Jagd nach internationalen Qualifikationsnormen los. Den letzten Feinschliff dafür holt sich der Uerdinger während der Osterferien im Trainingslager an der portugiesischen Algarveküste.

Eingeladen hat der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) alle C-Kader-Athleten, die international über 400 Meter an den Start gehen werden. Vorrangiges Qualifikationsziel des Blondschopfes sind die U 20-Welmeisterschaften vom 10. bis 15. Juli im Olympiastadion von Barcelona.

Die Norm (47,20 Sekunden) über 400 Meter dürfte für Schmitz kein großes Hindernis darstellen. Immerhin holte sich der Bayer-Athlet mit der Bestzeit von 46,57 Sekunden bei der U 20-EM einen beachtlichen fünften Platz im 400-m-Einzelfinale.

Doch klammheimlich und fast nebenbei plant das Multitalent mit seinem Trainer Tosten Voss den eigentlichen Supercoup. Schmitz könnte in Spanien die deutschen Farben nicht nur über die Stadionrunde vertreten. Auch im Zehnkampf stellt die vom DLV ausgegebene Norm von 7200 Punkten keine unüberwindliche Hürde dar. Denn mit angezogener „Handbremse“ holte sich Schmitz Ende August bei den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Vaterstetten bei München mit der persönlichen Bestleistung von 7192 Punkten die Deutsche A-Jugend- Vizemeisterschaft im Zehnkampf. Ohne große Vorbereitung warf Schmitz sein großes Talent in die Waagschale und ist nun, nachdem der ältere A-Jugend-Jahrgang in die Seniorenklasse aufgerückt ist, der mit Abstand beste deutsche U 20-Zehnkämpfer.

1. Lukas Schmitz - 685 Stimmen - Leichtathletik

2. Juliane Schenk - 385 - Badminton

3. Daniel Pietta - 309 - Eishockey

4. Aline Focken - 305 - Ringen

5. Matthias Epping - 291 - Triathlon

6. Jochen Höfler - 265 - Fußball

7. Marlene Sinnig - 242 - Rudern

8. Nils Winkler - 240 - Kanusport

9. Tim Wollthan - 230 - Wasserball

10. Amelie Kleinmanns - 200 - Schießen

11. Moana Delle - 160 - Surfen

12. Oskar Deecke - 137 - Hockey

13. Tim Klessa - 136 - Radsport

14. Christian Ehrhoff - 120 - Eishockey

15. Steffi Hofer - 109 - Galoppsport

16. Alexander Feld - 108 - Handball

17. Amelie Frenzen - 101 - Reitsport

18. Fabian Vogel - 100 - Trampolin

18. Dennis Holthausen - 100 - Skaterhockey

20. Katharina Gierok - 90 - Eiskunstlaufen

Teilnehmer Insgesamt haben sich in diesem Jahr 4348 Leser der Westdeutschen Zeitung an der Wahl zum Sportler des Jahres beteiligt.

Ungültig 35 Stimmen waren ungültig

Trainer Torsten Voss setzt bei den kühnen Plänen sogar noch einen drauf: „Der Clou wäre, wenn Lukas die WM-Norm über 400 Meter innerhalb eines Zehnkampfes schaffen würde.“ Kein abwegiges Unterfangen, denn Mitte Mai in Mannheim und Anfang Juni in Bernhausen hat der DLV zwei Qualifikations-Zehnkämpfe geplant. Erst am 23. und 24. Juni steht die Junioren-Gala in Mannheim für die 400-m-Läufer auf dem Programm, schon einen Tag danach wird das U 20-WM-Aufgebot für Barcelona nominiert. Und auch der Zeitplan in Barcelona würde das Mammutprogramm hergeben.

Doch selbst die Teilnahme an den Olympischen Spielen in London (27. Juli bis 12. August) ist nicht völlig ausgeschlossen: „Wenn ich meine Bestzeit verbessere und mich gegen die arrivierten 400-Meter-Läufer durchsetze, könnte ich mich vielleicht für die deutsche 4 x 400-m-Staffel qualifizieren“, sagt Schmitz. Die Olympianorm (45,25 Sekunden) über 400 Meter hält der Uerdinger allerdings noch nicht für möglich. Doch vier Jahre weiter, mit dann gerade einmal 23 Jahren, wäre Schmitz in Rio noch immer ein blutjunger Olympia-Teilnehmer. ps

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