Etat für die Bezirksliga-Mannschaft wird drastisch gekürzt.

Fußball-Obmann Dennis Treker tritt im Juni von seinem Amt zurück. (Lübke)
Fußball-Obmann Dennis Treker tritt im Juni von seinem Amt zurück. (Lübke)

Fußball-Obmann Dennis Treker tritt im Juni von seinem Amt zurück. (Lübke)

Lübke, Kurt (kul)

Fußball-Obmann Dennis Treker tritt im Juni von seinem Amt zurück. (Lübke)

St. Hubert. Der TuS St. Hubert blickt in eine ungewisse sportliche Zukunft. Der Vorstand der Fußballabteilung hat sich entschieden, den Etat für die Bezirksliga-Mannschaft um etwa die Hälfte zu reduzieren. Fußballobmann Dennis Treker entschied sich daraufhin, zum 30. Juni von seinem Amt zurückzutreten. Trainer Oliver Dünwald und Co-Trainer Marco Intveen wurde mitgeteilt, dass über das Saisonende hinaus nicht mehr mit ihnen geplant wird. Zu erwarten ist, dass sich die besten Spieler anderen Klubs anschließen werden.

Dennis Treker begründete gegenüber der WZ am Mittwoch seinen Rücktritt. Vor gut drei Jahren war er mit dem Konzept „Der TuS im Jahr 2015“ angetreten. „Inhalt war die Neuausrichtung der Jugend- und Seniorenfußball-Abteilung. Neben einer einheitlichen Ausstattung der Mannschaften sollten die Teams Aufstiege in ihren jeweiligen Ligen feiern, um sportlich voran zu kommen. Mit der Bezirksliga-Mannschaft war geplant, durch punktuelle Verstärkungen in der kommenden Saison den Landesliga-Aufstieg in Angriff zu nehmen“, berichtet der 34-Jährige, der auch 2. Vorsitzender des Gesamtvereins ist. Projekte wie die Benefiz-Veranstaltung für Finja sollten für ein positives Image sorgen. „Wir waren auf einem sehr guten Weg, was für alle Mannschaften gilt“, sagt Treker.

Dennis und Rudolf Treker treten von ihrem Amt zurück

Einige Vorstandskollegen hätten Ende vergangenen Jahres „kalte Füße“ im Hinblick auf das finanzielle und zeitliche Engagement bekommen, die eine Fortführung des Konzeptes gekostet hätte, berichtet Treker. Daraufhin kam es zu der Mehrheitsentscheidung, den Etat für die Fußballer etwa zu halbieren. Daraufhin haben Dennis Treker und sein Vater Rudolf, der mehr als 30 Jahre Geschäftsführer der Fußballabteilung war, ihren Rücktritt erklärt.

„Ich hatte keine Lust, den Verein dahin zurückzuführen, wo er herkommt. Ich mag es nicht, stehen zu bleiben“, sagt Treker, der offen zugibt, dass sein Herz am Verein hängt.

Der Obmann betont: „Der TuS ist nicht pleite. Der Verein steht auf gesunden Füßen.“ Die laufende Saison sei finanziell bis zum letzten Spieltag abgesichert, alle Sponsoren hätten zu Saisonbeginn ihre Zahlungen getätigt. Es gebe keine größeren Forderungen, zum Beispiel des Finanzamtes, wie es bei anderen Klubs der Fall gewesen sei. gon

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