Von André Lerch
KFC muss beim letztjährigen Aufstiegsrivalen Turu Düsseldorf antreten. Tönisberg spielt gegen Speldorf in Mülheim.
Ersan Tekkan (r.) hatte mit dem KFC im Vorjahr den Kampf um den Aufstieg gegen Turu gewinnen können. (Jochmann)
Krefeld/Tönisberg. Es war das Duell der vergangenen Saison in der Fußball-Niederrheinliga. Ohne Atempause kämpften der KFC Uerdingen und Turu Düsseldorf um den Aufstiegsplatz in die NRW-Liga. Am Ende entschied nur das bessere Torverhältnis zu Gunsten des KFC. In den direkten Aufeinandertreffen hatte es keinen Sieger gegeben (2:2, 1:1). Am Mittwoch wird es einen geben. In der dritten Runde im Niederrheinpokal stehen sich die Klubs ab 19.30 Uhr im Düsseldorfer Paul-Janes-Stadion gegenüber. Für beide Teams wird es ein erster Gradmesser sein.
So erwartet KFC-Trainer Jörg Jung ein Geduldsspiel und einen „langen Abend“. Ein Favorit ist wahrlich nicht auszumachen. „Turu könnte auch in der NRW-Liga im vorderen Tabellenbereich mithalten. Sie werden zeigen wollen, dass die falsche Mannschaft aufgestiegen ist“, so der Coach. In der Offensive muss der 46-Jährige auf Jochen Höfler, Moritz Steiner, Jonas Kremer und Ahmet Isiklar verzichten. Igor Bendovskyi und Franck Njambe haben Trainingsrückstand. Doch nach Alibis suchen will Jung nicht: „Wir müssen den Ausfall Höflers mannschaftlich auffangen. Ich lasse keine Ausreden zu.“ In der zweiten Runde schaltete die Turu den Regionalligisten Wuppertaler SV aus, der KFC mühte sich im letzten Pflichtspiel vor der Winterpause zum 1:0 gegen den Landesligisten SV Budberg.
Spielerische Glanzpunkte sind Mittwoch von keiner Mannschaft zu erwarten. Zumal der KFC auch mit dem Naturrasen fremdeln dürfte. Die Krefelder haben ihre komplette Vorbereitung auf Kunstrasen ausgetragen. „Es geht nur über den Kampf“, sagt Jung.
Das Team von Siggi Sonntag träumt von einer Sensation
Auf Kunstrasen will dagegen Landesligist VfL Tönisberg die Sensation schaffen. Mittwoch geht es im Mülheimer Ruhrstadion gegen den NRW-Ligisten VfB Speldorf um den Einzug ins Viertelfinale. „Meine Elf wird heiß sein. Wir wollen frisch von der Leber aufspielen“, sagt Trainer Siggi Sonntag. Das Abschlusstraining fand auf der Kunstrasen-Anlage des TuS Bösinghoven statt. Allerdings muss Sonntag auf Kürshat Eyril, Benedikt Peun, Björn Tebart, David Pooth und Tobias Gorgs verzichten, was die Aufgabe noch ein wenig schwerer machen dürfte.
Viertelfinale Sollte der KFC Uerdingen weiterkommen, wartet im Viertelfinale der Niederrheinligist SV Sonsbeck, der den NRW-Ligisten Schwarz-Weiß Essen mit 3:2 nach Verlängerung besiegt hat. Der VfL Tönisberg würde bei einem Sieg gegen Speldorf auf den Niederrheinligisten SV Hönnepel/Niedermörmter treffen, die Ratingen 04/19 mit 5:2 besiegt haben. Im Halbfinale könnte der KFC auf Rot-Weiß Essen treffen, Tönisberg auf Oberhausen.
Karten Für das Pokalspiel des KFC gab es keinen Vorverkauf, die Kassen am Paul-Janes-Stadion öffnen um 18 Uhr. Kosten: Sitzplatz 12 Euro (ermäßigt 10 Euro), Stehplatz 6 Euro (ermäßigt 4 Euro).


