Das Team von Coach Rick Adduono hat das Selbstvertrauen verloren. Der Druck wächst, die Zahl der Fehler damit auch.

Daniel Pietta hadert nach der Degradierung in die dritte Reihe mit seiner Formschwäche.
Daniel Pietta hadert nach der Degradierung in die dritte Reihe mit seiner Formschwäche.

Daniel Pietta hadert nach der Degradierung in die dritte Reihe mit seiner Formschwäche.

Andreas Bischof

Daniel Pietta hadert nach der Degradierung in die dritte Reihe mit seiner Formschwäche.

Krefeld. Sinkflug oder schon Sturzflug? Die Niederlagenserie der Krefeld Pinguine in der Deutschen Eishockeyliga (DEL) wird immer bedrohlicher. Denn wie bei der imposanten Siegesserie vor Weihnachten – 14 Erfolge in 15 Spielen – greift auch in der Niederlage das „Gesetz der Serie“. Bis vor etwa vier Wochen hatte man den berühmten Lauf, man schaffte es irgendwie immer noch, ein Spiel zu gewinnen.

Jetzt – in der „Seuchenzeit“ mit sechs Niederlagen in Folge – schafft man es irgendwie, ein eigentlich gutes Spiel noch zu verlieren. So wie am Sonntag in Hamburg, wo die Pinguine die Trendwende in der Hand hatten – doch eben zu zögerlich zugriffen.

Um überhaupt eine Hand an den Sieg legen zu können, dafür hatte Trainer Rick Adduono sich selbst korrigiert. Vor der enttäuschenden 1:3-Heimpleite gegen keineswegs starke Iserlohn Roosters hatte der Kanadier die Formationen seines Teams umgebaut. Er wolle versuchen, frische Impulse zu geben, sagte er.

Beim 3:4 nach Penaltyschießen in Hamburg ließ er dann wieder in „Normal-Aufstellung“ spielen – und es lief sichtlich besser. Das alte Erfolgstrio Vasiljevs/Driendl/Blank war für zwei Tore verantwortlich. Mark Voakes traf für Reihe zwei ein Mal.

Der Topscorer der Vorsaison, Daniel Pietta, hadert mit der Formschwäche

Doch dahinter tut sich eine große Lücke in Sachen Produktivität auf. Der Topscorer der Vorsaison, Daniel Pietta, hadert, in Reihe drei abgerutscht, erkennbar mit sich und seiner Formschwäche. Auch Adduonos „Zückerchen“, ihn am Freitag neben seinen Lieblingspartner Francois Methot zu stellen, ließ den Knoten nicht aufgehen.

Doch ohne Tore der Reihen drei und vier wächst der Druck auf die „üblichen Verdächtigen“. Was die Pinguine offensiv für die Gegner sehr berechenbar macht. Kommen dann noch individuelle Fehler im Abwehrverhalten hinzu, dann gibt man selber der Abwärtsspirale noch einen zusätzlichen Dreh.

Deren fatale Auswirkungen werden auch im indiskutablen Überzahlspiel deutlich. Mehr als 40 Minuten blieben bislang ungenutzt. Doch mit jeder verpassten Minute schwindet das gerade im Überzahlspiel unersetzliche Selbstbewusstsein, mit jeder verpassten Minute wächst gleichzeitig der Druck. Die Pinguine im Teufelskreis.

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