mit einem Kommentar von Christoph Elles
Lokalpolitiker halten Zeitpunkt der Mitteilung für falsch.
Die Neugeborenenstation in Uerdingen: Ab April wird kein Babygeschrei mehr durch den Flur tönen. Archiv
Krefeld. Uerdingens Lokalpolitiker haben die Schließung der Geburtshilfe im St. Josefshospital verurteilt. Auf Kritik stieß vor allem die Tatsache, dass die Beschäftigten kurz vor Weihnachten über das Aus informiert wurden. Wie berichtet, sind elf Ärzte und neun Hebammen betroffen. Sie erfuhren am Mittwoch, dass ihr Abteilung im März 2012 dicht macht. Bezirksvorsteher Elmar Jakubowski (CDU) nannte das einen „Tiefpunkt in der Art und Weise, wie mit Mitarbeitern umgegangen wird“. Dies gelte besonders vor dem Hintergrund, dass die St.-Franziskus-Stiftung, die das Haus betreibt, christlich orientiert sei. Auch Norbert Bongers (Grüne) konstatierte, die Vorgehensweise sage „einiges über die Stiftung aus“. Die Entscheidung sei „rein wirtschaftlich“, sagte Jakubowski weiter. Er merkte „gallisch bitter“ an, es sei Zeit, die Uerdinger auf die rote Liste bedrohter Arten zu setzen. cel
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Wird sich durch die Geburtsabteilungs-Schließung die Versorgung werdender Mütter verschlechtern?
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Uerdingens großer Verlust
Für Uerdingen ist die Nachricht ein schwerer Schlag: Die Rheinstadt verliert ein Stück medizinische Infrastruktur, aber auch einen Ort tiefer Symbolik. Seit 1875 sind hier zehntausende Kinder zur Welt gekommen, ab April wird es keine gebürtigen Uerdinger mehr geben. mehr





