Die finanziellen Mittel sollen künftig ausschließlich für ein breites Nachsorgeprogramm der Patienten dienen.

Das markante Gebäude der Herzchirurgie auf dem Klinikum-Gelände: Der Förderverein Stiftung Herzchirurgie und Kardiologie, der den Bau ermöglichte, besteht seit 25 Jahren und stellt sich nun neuen Aufgaben.  Archiv
Das markante Gebäude der Herzchirurgie auf dem Klinikum-Gelände: Der Förderverein Stiftung Herzchirurgie und Kardiologie, der den Bau ermöglichte, besteht seit 25 Jahren und stellt sich nun neuen Aufgaben. Archiv

Das markante Gebäude der Herzchirurgie auf dem Klinikum-Gelände: Der Förderverein Stiftung Herzchirurgie und Kardiologie, der den Bau ermöglichte, besteht seit 25 Jahren und stellt sich nun neuen Aufgaben. Archiv

LS

Das markante Gebäude der Herzchirurgie auf dem Klinikum-Gelände: Der Förderverein Stiftung Herzchirurgie und Kardiologie, der den Bau ermöglichte, besteht seit 25 Jahren und stellt sich nun neuen Aufgaben. Archiv

Krefeld. Vor 25 Jahren wurde der Verein Stiftung Herzchirurgie und Kardiologie gegründet. Auslöser war die damals überaus schlechte operative Versorgung herzkranker Patienten in der Region. Mithilfe der Stiftung konnten die finanziellen Mittel für den Neubau einer Krefelder Herzchirurgie und Kardiologie aus allen Teilen der Bevölkerung gesammelt werden. Da die städtischen Kliniken mit Helios heute einen privaten Träger haben, der eigene Gewinne erwirtschaftet, stellt sich die Stiftung neu auf.

„Herznachsorge“ ist jetzt das Anliegen, dem sich die Verantwortlichen des Vereins und des Förderkreises Stiftung Herzchirurgie und Kardiologie widmen. „Wir haben unsere Zielsetzung geändert, da nicht mehr für die apparative Ausstattung der klinischen Einrichtung gesorgt werden muss. Gebäudeteile der Herzchirurgie sind weiterhin im Besitz der Stiftung und werden an Helios vermietet“, berichtet Professor Volkhard Fiedler, der Förderkreis-Vorsitzende. „Diese Mieteinnahmen und die Mitgliedsbeiträge sollen künftig ausschließlich für ein breites Nachsorgeprogramm der Patienten mit diesen Erkrankungen zur Verfügung gestellt werden“, erklärt Fiedler. „Die Krankenkassen zahlen nur die einmalige Aufklärung. Das ist nicht nachhaltig. Bei uns können die Patienten an regelmäßigen Veranstaltungen teilnehmen. Wir vermitteln bei Fragen auch an Ärzte.“

WZ-Telefonaktion am 30. Januar zum Thema Herzschwäche

Aktuell werden Vortragspläne für Fortbildungen in großen und kleinen Gruppen erstellt. Zudem sollen Kurse mit Themen zur Rehabilitation und Prävention sowie sportliche Aktivitäten angeboten werden. Eine Vielzahl von Ärzten, Ernährungsberatern und Physiotherapeuten steht hierfür zur Verfügung. Fiedler: „Der Förderverein versteht sich damit als wichtiges Bindeglied zwischen Klinik und niedergelassenen Ärzten und will kompetente Hilfen anbieten, die von unserem Gesundheitssystem nicht mehr finanziert werden können und damit auch nicht parat stehen.“

Als Erstes wird eine Telefonaktion am Mittwoch, 30. Januar, zwischen 17 und 19 Uhr, angeboten. Darin beantworten Fachärzte alle Fragen der Anrufer zum Thema Herzschwäche. Infos gibt es zu Medikamenten, Schrittmachern, Bluthochdruck, Nierenschwäche und Zuckererkrankung. Die Nummern werden kurz vor dem Termin in der WZ bekanntgegeben.

Der Förderverein Stiftung Herzchirurgie und Kardiologie ist auf Initiative von Prof. Klaus Grosser, dem damaligen Leiter der Kardiologischen Klinik, mit Unterstützung des damaligen Oberbürgermeisters Dieter Pützhofen sowie des Krefelder Rechtsanwaltes Kurt Kähler und des Landtagsabgeordneten Helmut Kupski für den Neubau der Krefelder Herzchirurgie gegründet worden. Es gelang, zwölf Millionen Euro zusammenzutragen.

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer