Von Eva Adler
Die Schützen zeigten am Sonntag einen prächtigen Umzug. Viele Mitglieder wurden geehrt.
Krefeld. Der Festplatz an der Konlandbrücke ist in diesen Tagen das Zentrum der Oppumer. Die St.-Sebastianus-Schützengesellschaft feiert das 359. Jahr ihres Vereinsbestehens. „Im nächsten Jahr ist großes Jubiläum, das Schützenwesen ist fester Bestandteil unseres Gemeindelebens“, sagt Hans-Joachim Hofer, Brudermeister des Vereins.
Beim Frühschoppen am Sonntagmorgen herrscht gute Stimmung. Das Pfarrorchester von St. Andreas Gellep-Stratum und der Oppumer Schützentrommlercorps sorgen mit Pauke, Flöte und Lyre für musikalische Unterhaltung. Auch der Schützenverein Orfgen ist wieder dabei – die Oppumer und die Westwälder verbindet seit Jahren eine Freundschaft.
Auf der Bühne ist das Königshaus versammelt: König Michael II. Kempkes, Brudermeister Hans-Joachim Hofer, Minister Rolf Specker, Ministerin Renate Macey, Schülerprinz Sebastian Rusch und Jungschützenprinz Andreas Hofer sitzen bei Tisch.
König Michael II. verleiht in diesem Jahr 43 Orden. Er ist bereits zum zweiten Mal in Folge Schützenkönig und hat das Amt gerne übernommen. Für die Amtszeit der nächsten zwei Jahre hat sich noch niemand gemeldet.
Der Tag ist noch nicht vorüber, denn um 16 Uhr startet der große Festumzug. Viele bunte Regenschirme schützen nachmittags die treuen Oppumer vor dem einen oder anderen Schauer. Und das sind nicht die einzigen Farbklekse an diesem Sonntag. Unter dem Symbol der Fahne „Glaube, Sitte und Heimat“ steht ganz Oppum im Zeichen des Heimat- und Schützenfestes. Tausende weiß-rote Rosen sind gedreht und schmücken die Birken an vielen Straßenecken. Unter anderem über die Hauptstraße, die Buddestraße bis zum Korekamp geht der große Festumzug.
25 Jahre Mitgliedschaft Renate Macey, Frank Porten
30 Jahre Franz Backes, Veronika Bloser-Küsters, Fritz Hamacher, Herbert Hamann, Josef Heisters, Rainer Loertzer, Rolf Petermeier, Dr. Herbert Stieger
50 Jahre Friedhelm Schmidt
60 Jahre Alfons Kessenich, Arthur Pelzers, Willi Hanenberg, Willi Heß, Heribert Zillikens
In Reih und Glied führen die Schützen die Kutschen an und winken Alt und Jung am Straßenrand zu. Trotz vieler Wolken und Nieselregens schauen sich gut gelaunte Menschen die Königskompanie an.
Im regnerischen Grau sind die Teilnehmer schöne Farbtupfer
„Schauer sind für die Uniformen nicht gut, aber ein bisschen Nieselregen ist nicht so schlimm“, sagt Hofer. Die bunten Uniformen, die geschmückten Kutschen und die elegant gekleideten Hofdamen verleihen den verregneten Straßen Farbe. Begleitet werden die Bataillone von allerlei Kapellen: Die Netten Stölle Jonges, Harmonie Sonsbeck, das Orchester Rheinpreussen und schließlich das Pfarrorchester St. Andreas Gellep-Stratum bringen mit bekannten Melodien und den unterschiedlichsten Instrumenten den Zug in Schwung.
Am Montag steht das Königsvogelschießen auf dem Programm.




