Appell des Oberbürgermeisters an Unternehmen, zusätzliche Lehrstellen zu schaffen: ein Mittel gegen den Mangel an Fachkräften.

Viele junge Leute suchen in Krefeld einen Ausbildungsplatz oder eine schulische Alternative.
Viele junge Leute suchen in Krefeld einen Ausbildungsplatz oder eine schulische Alternative.

Viele junge Leute suchen in Krefeld einen Ausbildungsplatz oder eine schulische Alternative.

dpa

Viele junge Leute suchen in Krefeld einen Ausbildungsplatz oder eine schulische Alternative.

Krefeld. Für die Ausbildung junger Menschen in Krefeld macht sich Oberbürgermeister Gregor Kathstede stark. In einem Schreiben an zahlreiche Krefelder Unternehmen weist das Stadtoberhaupt auf die Besonderheit des doppelten Abiturjahrgangs 2013 hin. Er bittet um Unterstützung für seine Bemühungen, möglichst vielen jungen Männern und Frauen nach Abschluss der Schullaufbahn durch eine Ausbildung den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen – und wirbt darum, die Möglichkeit zusätzlicher Ausbildungsstellen in den Betrieben zu prüfen.

Stadt will als leuchtendes Beispiel vorangehen

Auch den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), die Unternehmerschaft Niederrhein und die Krefelder Agentur für Arbeit hat Gregor Kathstede hierbei um aktive Unterstützung gebeten. „Gerade vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels in zahlreichen Unternehmen ergeben sich durch die aktuelle Situation auch neue Chancen. Denn die Sicherung von qualifiziertem Nachwuchs kann langfristig nur über Ausbildung gelingen. Ich bin überzeugt, dass gut ausgebildete Kräfte die beste Investition in die Zukunft eines Betriebes darstellen“, so der Krefelder Oberbürgermeister in seinem Schreiben an die heimischen Betriebe.

Gregor Kathstede weiter: „Auf der anderen Seite sehe ich Arbeitgeber auch in der Verantwortung, jungen Menschen nach Beendigung ihrer schulischen Laufbahn Ausbildungsstellen anzubieten und ihnen damit berufliche Perspektiven zu eröffnen.“ Auch die Stadtverwaltung habe sich auf die große Zahl der Ausbildungsplatzsuchenden eingestellt und biete in diesem Jahr fast doppelt so viele Ausbildungsstellen an wie in 2012.

Eine große Zahl von Jugendlichen hat keinen Ausbildungsplatz

Obwohl in einigen Bereichen die Bewerbungs- und Auswahlverfahren bereits abgeschlossen seien, gebe es nach wie vor eine große Anzahl von Jugendlichen, die weder einen Ausbildungsplatz noch eine berufliche oder schulische Alternative vorweisen könnten. Jetzt gelte es, diesen jungen Menschen ebenfalls einen erfolgreichen Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen und sie zu den Fachkräften von morgen auszubilden. „Mir ist bewusst, dass die Krefelder Wirtschaft im Bereich Ausbildung generell gut aufgestellt ist und viele Unternehmen ihrer Verantwortung gerecht werden.“

Aufgrund der besonderen Situation in diesem Jahr appelliert Kathstede an die Arbeitgeber zu prüfen, inwieweit zusätzliche Ausbildungsstellen in den Betrieben eingerichtet werden können. „Damit geben Sie den Jugendlichen eine Chance, sich zu gut qualifizierten Fachkräften zu entwickeln und investieren zugleich in die Zukunft Ihres Unternehmens“, schreibt Kathstede weiter. Er sei überzeugt, dass die Krefelder Wirtschaft durch „gemeinsame Anstrengungen die Herausforderung um die aktuelle Ausbildungssituation meistern und damit auch langfristig die sich daraus ergebenen Chancen nutzen könne“. Red

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