Die Fahrgastzahlen der vergangenen Monate liegen weit über den Prognosen.

Erkrath. Der Bürgerbus kann sein Angebot wie geplant ausweiten – dafür hat der Planungs- und Verkehrsausschuss in seiner jüngsten Sitzung den Weg frei gemacht. Skeptisch äußerte sich allein FDP-Mann Rolf Steuber. Die Erfahrungen seien nach nur fünf Monaten Fahrzeit noch nicht ausreichend. Jürgen Hampel, erster Vorsitzender des Bürgerbusvereins, widersprach: „Wir waren zu vorsichtig – beim Fahrplan und bei der Strecke.“ Die Fahrer schafften den Weg durch die Stadt schneller als erwartet.

Neue Haltestellen und Schilder für 6000 Euro

Bereits Ende vergangener Woche hatte die Rheinbahn signalisiert, dass der geänderten, kleeblattförmigen Route durch die Stadt nichts entgegen stehen würde. Für neue Haltestellen, Schilder und Fahrplanvitrinen muss die Stadt aufkommen – das soll rund 6000 Euro kosten. „Wenn weiter alles glattgeht, können wir zum Fahrplanwechsel im Juni umstellen“, sagt Hampel erfreut.

Ursprünglich hatte der Verein mit 300 Fahrgästen pro Monat kalkuliert. Angesichts der Entwicklung – im Oktober stiegen 524 Fahrgäste in den Neunsitzer zu, im November waren es 530 und im Dezember sogar 950 Erwachsene – ist die Ausweitung der Fahrtstrecke ein logischer Schritt.

Neuer Start- und Endpunkt ist die Gerberstraße

Dementsprechend hatte Hampel bereits im Dezember angekündigt, den Bürgerbus künftig auch über die Freiheits-, Ludenberger- und Mühlenstraße sowie die Fasanenstraße fahren zu lassen. Auch soll die Tour nicht mehr am Regiohaltepunkt Erkrath-Nord starten und enden, sondern an der Gerberstraße. Hampel: „Weil der Bus dort parkt, lassen sich Leerfahrten vermeiden.“

Bislang verbindet die Linie BB 1 den Erkrather Nordbahnhof mit dem Südteil der Stadt und verkehrt stündlich durch Alt-Erkrath. Eine Fahrt ohne Unterbrechung kostet 1,50 Euro, Kinder zwischen sechs und 14 Jahren zahlen einen Euro.

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