Von Stefan Schneider
Nach dem Umbau des Subzentrums mussten einige Stellplätze weichen.
Einhergehend mit dem Umbau des ehemaligen Subzentrums Sandheide sind einige Stellplätze weggefallen. Sehr zum Unmut des Pfarrgemeinderates von Heilig Geist (rechts), wenn die Kirche zu den Gottesdiensten voll besetzt ist. Zudem kann aufgrund der neu aufgestellten Poller nicht mehr bis vor das Gotteshaus gefahren werden.
Hochdahl. Sind Parkplätze rund um den neuen Sandheider Markt Mangelware? Diese Meinung vertritt jedenfalls der Pfarrgemeinderat der katholischen Kirchengemeinde St. Franziskus von Assisi.
Insbesondere zu den Gottesdiensten und anderen Gemeindeveranstaltungen komme es zu einer beträchtlichen Parkplatznot, sagen Pfarrgemeinderatsvorsitzender Dieter Thelen und dessen Stellvertreter Rolf Schneeweiß. „Das führte schon so weit, dass Polizeibeamte in den Gottesdienst kamen und darum baten, Autos wegzusetzen.“
Zeitnot: Tagesordnungspunkt musste verschoben werden
Daher richteten sich Thelen und Schneeweiß jetzt an die Mitglieder des Ausschusses für Planung, Umwelt und Verkehr mit der Bitte, das „angesprochene Problem“ zu beraten. In der jüngsten Sitzung stand das Thema zwar schon auf der Tagesordnung, musste aus Zeitgründen aber auf das nächste Treffen des Gremiums am 6. März verschoben werden.
„Im Zuge der Umbauarbeiten des Subzentrums Sandheide ist die Anzahl der Parkplätze spürbar reduziert worden“, heißt es in einem entsprechenden Schreiben an Bürgermeister Arno Werner.
„Zum einen wurden die öffentlichen Parkplätze gegenüber dem Restaurant ,Kupferkanne’ komplett entfernt und dafür zwar eine optisch attraktive, allerdings nutzenmäßig eher kaum nachzuvollziehende lange Zufahrt zu den Garagen geschaffen“, so Thelen und Schneeweiß.
Die nächste öffentliche Sitzung des Ausschusses für Planung, Umwelt und Verkehr findet am Dienstag, 6. März, um 17 Uhr statt. Tagungsort ist der große Sitzungssaal des Rathauses, Bahnstraße 16.
„Sollte es von Seiten der Kirchengemeinde für nötig befunden und gewünscht werden, so prüft die Verwaltung gerne die Einrichtung weiterer Behindertenparkplätze im Bereich des Wendehammers Hans-Sachs-Weg“, heißt es in der Stellungnahme des stellvertretenden Tiefbauamtsleiters, Ralf Kentgens.
„Zum anderen ist es wegen der Einführung der Spielstraße und dem Einbau von Pollern nicht mehr möglich, in der Brechtstraße vor der Heilig-Geist-Kirche zu parken.“ Die Reduzierung der Parkplätze sei umso unverständlicher, wenn man bedenke, dass man das Subzentrum eigentlich mit mehr Leben füllen möchte „und reduzierte Parkplätze hier eher kontraproduktiv sind“.
Tiefbauamt: Nur sechs Parkplätze sind weggefallen
Der stellvertretende Leiter des Tiefbauamtes, Ralf Kentgens, widerspricht einer „spürbaren Reduzierung“ der Stellplätze. Laut Bebauungsplan seien im Zuge des Umbaus lediglich sechs öffentliche Parkplätze auf der Brechtstraße entfallen, so Ralf Kentgens in einer ersten schriftlichen Stellungnahme.
„Sie befanden sich am linke Ende der Brechtstraße Richtung Hans-Sachs-Weg.“ Das Parken auf den Privatflächen vor den Garagen sei auch vor dem Umbau nur den Garageneigentümern gestattet gewesen.
Aus Sicht des stellvertretenden Tiefbauamtsleiters könne im Umfeld des Sandheider Marktes „keine grundsätzliche Parkplatznot“ nachvollzogen werden. „Alleine auf dem Parkplatz an der Brechtstraße, in unmittelbarer Nähe zur Kirche, befinden sich 60 öffentliche Parkplätze. Hinzu kommen weitere öffentliche Stellplätze auf der Brechtstraße und dem Hans-Sachs-Weg“, schreibt Kentgens.
Der als Spielstraße ausgewiesene Bereich vor der Kirche sei zudem bewusst nicht zum Parken freigegeben worden. Es handele sich dabei um einen Rettungsweg, der ausschließlich Rettungsfahrzeugen vorbehalten sei. Und die Poller vor der Kirche, so der stellvertretende Tiefbauamtsleiter, seien keinesfalls komplett neu.
„Schon vor der Umgestaltung der Brechtstraße gab es Poller in Höhe des Fußweges an der ,Kupferkanne’.“ Es könne allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass diese Poller im Laufe der Zeit „abhandengekommen“ seien, so dass bis vor kurzem Autos auf den nun gesperrten Flächen geparkt haben.




