Die Haaner Herbert Fritz und Gerd Irrek haben ihr Buch „Hanns Pahr spielt Golf“ herausgegeben.

In 18 Gedichten schildert Herbert Fritz (rechts) in seinem Buch „Hanns Pahr spielt Golf“ humorvolle Gedichte vom Golfplatz. Gerd Irrek hat sie mit Karikaturen illustriert.
In 18 Gedichten schildert Herbert Fritz (rechts) in seinem Buch „Hanns Pahr spielt Golf“ humorvolle Gedichte vom Golfplatz. Gerd Irrek hat sie mit Karikaturen illustriert.

In 18 Gedichten schildert Herbert Fritz (rechts) in seinem Buch „Hanns Pahr spielt Golf“ humorvolle Gedichte vom Golfplatz. Gerd Irrek hat sie mit Karikaturen illustriert.

Stefan Fries

In 18 Gedichten schildert Herbert Fritz (rechts) in seinem Buch „Hanns Pahr spielt Golf“ humorvolle Gedichte vom Golfplatz. Gerd Irrek hat sie mit Karikaturen illustriert.

Haan. Seine Hose ist kariert, sein Abschlag nicht schlecht: Hanns Pahr heißt der Golfer, über den der Haaner Herbert Fritz gleich 18 Gedichte verfasst hat – schließlich hat ein Golfplatz auch 18 Löcher. Und sein Nachbar Gerd Irrek (79) hat die passenden Karikaturen dazu gezeichnet. „Überzogen, aber immer korrekt“, wie Fritz versichert. Und das, obwohl Irrek gar kein Golf spielt.

Dass die beiden Männer die Erlebnisse des Hanns Pahr auf dem Golfplatz jetzt in einem kleinen Buch herausgegeben haben, hat praktische Gründe: „Ich bin seit mehr als 25 Jahren Mitglied im Golfclub Hösel-Heiligenhaus“, sagt Fritz. Der gab ab 1998 zweimal im Jahr die Mitgliederzeitschrift „Fore“ (Warnruf, wenn zum Beispiel die Gefahr besteht, von einem Golfball getroffen zu werden) heraus. „Ich wurde angesprochen, ob ich dazu einen Beitrag der heiteren Art leisten könnte“, sagt Fritz.

Herbert Fritz reimt im stillen Kämmerlein am Computer

Herbert Fritz war Texter, Regisseur, Schauspieler und anfangs auch Musiker im Haaner Seniorenkabarett „Die Abgehalfterten“, das von 1994 bis 2004 fünf Programme auf die Bühne brachte. „Die erste Vorstellung haben wir vor 50 Zuschauern in unserem Wohnzimmer gegeben“, sagt der 80-Jährige. Weil ihm das Reimen liegt („das mache ich im stillen Kämmerlein am Computer“), sagte er dem Golfclub zu – und konnte auch den Wunsch nach einem Zeichner erfüllen. „Ich kannte Gerd Irreks Begabung und Leidenschaft für das Zeichnen und Malen“, sagt Fritz.

So entstanden neun Gedichte mit jeweils neun Karikaturen für das Blatt des Golfclubs. Als dieser Ausrichtung und Inhalt der Zeitschrift änderte, war ihre Kunst nicht mehr gefragt. „Zuerst haben wir ein Fotobuch aus den Beiträgen gemacht“, sagt Fritz: „Aber das war nur für uns beide und zum Verschenken an Freunde.“ Dann haben sie überlegt, die Zahl der Gedichte und Karikaturen zu erweitern, um ein richtiges Buch herauszubringen.

Herbert Fritz hat dafür noch einmal neun Gedichte geschrieben. Gerd Irrek musste sich noch einmal mit dem Golfspieler im Speziellen befassen. „Ich musste mich in die Golfer hineindenken. Ich spiele ja kein Golf“, sagt Irrek. Besonders am ersten Bild habe er sehr lange gearbeitet.

Der 80-Jährige, der mit seiner Familie seit 1969 in Haan lebt, war bis zu seiner Pensionierung Personalmanager bei Vorwerk in Wuppertal. Seinen Hang zu bissiger Prosa und humorvollen Reimen hat er nur in seiner Freizeit ausgelebt, unter anderem für das Haaner Seniorenkabarett „Die Abgehalfterten“.

Der gebürtige Haaner ist 79 Jahre alt und hat schon als Kind gerne gezeichnet. Zum Beruf hat er seine Begabung allerdings nicht gemacht. Er war während seines Berufslebens für den Bekleidungshandel tätig. Mal- und Zeichenunterricht hat er unter anderem bei Carl Barth genommen, der Anfang der 1950er-Jahre Kurse in der VHS gab, und beim Haaner Maler Wolfgang Niederhagen.

„Hanns Pahr spielt Golf“ mit flotten Reimen in 18 Gedichten und den dazu passenden Karikaturen kostet 14 Euro. Ein kleines Wörterbuch im Anhang leistet Laien Hilfestellung, die Golfersprache zu verstehen. Unter Angabe der ISBN-Nummer 978-3-86386-147-6 kann das Buch in jeder Buchhandlung bestellt werden.

Inspirationen hat er sich auch auf dem Haaner Golfplatz geholt und dort tatsächlich eine Gruppe Golf spielender Frauen angetroffen, die viel redeten und wenig spielten. Oder wie Haans Pahr konstatiert: „Ich denk’, dass Männer dazu neigen, auf dem Golfplatz stillzuschweigen. Völlig anders da die Frauen: Mann kann bei ihnen fest drauf bauen, dass sie reden, dass sie plappern, wie wenn im Bag die Schläger klappern. Es scheint, dass sie den Golfplatz wählen, als Chance, sich was zu erzählen.“ Nur Pech für Hanns Pahr: „Bei manchen Damen, nein bei allen, ist Hanns Pahr jetzt durchgefallen.“

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