Weil auch in den evangelischen Kitas die Nachfrage nach Plätzen für unter Drei- und Zweijährige stetig steigt, plant die Gemeinde Neu- und Anbauten.

Jan-Niklas, Romy, Mara, Nele und Moritz stehen vor dem Anbau der Kita am Park, der im Sommer abgerissen und durch einen größeren Neubau ersetzt werden soll.
Jan-Niklas, Romy, Mara, Nele und Moritz stehen vor dem Anbau der Kita am Park, der im Sommer abgerissen und durch einen größeren Neubau ersetzt werden soll.

Jan-Niklas, Romy, Mara, Nele und Moritz stehen vor dem Anbau der Kita am Park, der im Sommer abgerissen und durch einen größeren Neubau ersetzt werden soll.

Stefan Fries

Jan-Niklas, Romy, Mara, Nele und Moritz stehen vor dem Anbau der Kita am Park, der im Sommer abgerissen und durch einen größeren Neubau ersetzt werden soll.

Haan. Die Evangelische Kirchengemeinde Haan hat Großes vor. Sie will die Kindertagesstätte am Park um einen Neubau erweitern, um künftig mehr Kinder unter drei Jahren und erstmals auch Kinder unter zwei Jahren aufnehmen zu können. Die Kindertagesstätte Nachbarsberg soll um einen Anbau erweitert werden, damit dort auch weiterhin sechs Kinder unter drei Jahren betreut werden können.

Kirche will den Eltern eine verlässliche Betreuung bieten

„Die Kindergartenarbeit hat in unserer Gemeinde einen hohen Stellenwert“, sagte Pfarrer Hans-Peter Gitzler am Mittwoch bei der Vorstellung der ersten Entwürfe. „Wir wollen der Stadt dabei helfen, ihren Rechtsanspruch zu erfüllen und den Eltern helfen, eine gute und verlässliche Betreuung für ihre Kinder zu finden.“

Dafür haben der Kindergartenaussschuss und die Projektgruppe für die aktuellen Planungen mit Unterstützung des Haaner Ingenieursbüros Siebel ein ehrgeiziges Projekt mit einem noch ehrgeizigeren Zeitplan entworfen.

Weil die Gemeinde in keiner ihrer drei Kindertagesstätten noch Plätze umwandeln kann, muss neu- beziehungsweise angebaut werden. Auf dem Gelände der Kita am Park soll dafür der etwa 80 Jahre alte Anbau an dem Gebäude an der Martin-Luther-Straße abgerissen und durch einen 500 Quadratmeter großen Neubau ersetzt werden. Der böte dann ausreichend Platz, um eine sechste Gruppe und insgesamt 20 Plätze für Kinder ab vier Monaten anbieten zu können. Zurzeit kann die Einrichtung zwölf Kinder ab zwei Jahren aufnehmen. „Uns liegen aktuell mehr als 100 Anmeldungen vor, davon 60 für Kinder unter drei Jahren“, sagte die Leiterin der Kita am Park, Angelika König, und machte damit deutlich, wie notwendig die geplanten Erweiterungen sind.

Der Abriss soll in Ferien erfolgen, der Neubau zum Jahreswechsel

Bereits in den Sommerferien soll der Anbau abgerissen, nach den Ferien dann nur vier statt der gewohnten fünf Gruppen betreut werden. Zum Jahreswechsel könnte der Neubau stehen, die dann möglichen sechs Gruppen nach und nach aufgefüllt werden. „Wir sind sehr hoffnungsfroh, dass das funktioniert“, sagte Reinhard Pech, stellvertretender Vorsitzender des Presbyteriums und der Projektgruppe. Als Bauherr habe die Gemeinde zwei Forderungen: Sie will wissen, wann das Projekt fertig werden kann und was es kostet.

Dort hat der Landschaftsverband Rheinland der Evangelischen Gemeinde Haan zur Auflage gemacht, einen zusätzlichen Raum anbauen zu müssen, damit dort weiterhin sechs Kinder unter drei Jahren betreut werden können (Ausbaustufe 1: circa 75 000 Euro). Durch den Anbau eines weiteren Raums könnten dort ab Sommer 2014 zehn weitere Plätze für Kinder ab vier Monaten zur Verfügung stehen (Ausbaustufe 2: circa 82 000 Euro).
 

Aktuell betreibt die Gemeinde drei Kitas mit insgesamt zehn Gruppen und 180 Plätzen für Kinder über drei Jahren und 20 Plätzen für Kinder ab zwei Jahren. Plätze für Kinder unter zwei Jahren gibt es dort zurzeit nicht. In der Kita am Park werden auch nach dem Umbau 100 Kinder betreut, dann 20 zwischen vier Monaten und drei Jahren, sechs ab zwei Jahren und 79 über drei Jahren.

Die politischen Beratungen über die Erweiterungspläne der Kirche beginnen in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 14. Februar, 17 Uhr, im Sitzungsaal des Rathauses.

„1,07 Millionen Euro wird der Neubau kosten“, sagte Pech. „Mit Mühe und Not sehen wir uns in der Lage, den Eigenanteil von zehn Prozent aufzubringen.“ Denn allein, um die laufenden Kosten der drei Kitas begleichen zu können, müsse die Gemeinde jährlich 100 000 Euro aufbringen. Und deshalb soll die Stadt die Betriebskosten für die dann elfte Kindergartengruppe zu 100 Prozent übernehmen.

„Die Gespräche laufen in alle Richtungen, die Vorbereitungen auf Hochtouren“, sagt Pech. „Die Entscheidung, ob wir bauen können, trifft am Ende der Stadtrat mit der Verabschiedung des Haushalts.“ Finden die Planungen der Kirche dort keine Zustimmung, „legen wir die Pläne in die Schublade und machen weiter wie bisher“, kündigte Pech an.

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