20 Stellplätze will die Stadt an Haus Graven bauen, doch der Landschaftsbeirat hat dem Projekt jetzt widersprochen.

Die Stadt will mit dem Bau von Parkplätzen auch das Problem der Wildparker rund um Haus Graven lösen.
Die Stadt will mit dem Bau von Parkplätzen auch das Problem der Wildparker rund um Haus Graven lösen.

Die Stadt will mit dem Bau von Parkplätzen auch das Problem der Wildparker rund um Haus Graven lösen.

Anna Schwartz

Die Stadt will mit dem Bau von Parkplätzen auch das Problem der Wildparker rund um Haus Graven lösen.

Langenfeld. Die Zeichen standen eigentlich so gut: Die Untere Landschaftsbehörde befürwortete den Bau von 20 neuen Parkplätzen in der Nähe von Haus Graven, den die Stadt realisieren will. Der Beirat der Landschaftbehörde, dessen Zustimmung für die Genehmigung erforderlich ist, hat dem Projekt jetzt aber widersprochen. „Er will den Bau aus Aspekten des Naturschutzes nicht befürworten“, fasst der Langenfelder Stadtplaner Stephan Anhalt das Ergebnis der Sitzung zusammen, in der die Stadt zunächst das Projekt vorgestellt und der Beirat schließlich seine Ablehnung klargemacht hatte.

Für die Stadt ist das erst mal ein Schuss vor den Bug. Schließlich hatte sie mit mehreren neuen Stellplätzen die knappe Parkplatzsituation entschärfen wollen. Immer wieder habe es Beschwerden von Anwohnern über Wildparker gegeben. Und auch der Segelflugplatz am Graf-von-Mirbach-Weg könne nicht dauerhaft von Gästen der Wasserburg genutzt werden. „Das sollte nur eine Zwischenlösung sein“, hatte Bürgermeister Frank Schneider zu Beginn der Parkplatzplanungen gesagt. Für viele ältere Besucher sei der Weg vom Segeflugplatz zur Wasserburg zu weit.

Bau in der Nähe der Siedlung stelle geringsten Eingriff in die Natur dar

Mehrere Bauvarianten hatte die Stadt ausgearbeitet – die Untere Landschaftsbehörde hatte diese aber sofort abgelehnt. Einzig die geplante Anordnung der Stellplätze Im Schwanenfeld in Richtung Tiefenbruch/Kirchstraße nahe der Wohnsiedlung hatte sie unterstützt: Die Anordnung der Parkplätze sei am Rande des Landschaftsschutzgebietes und stelle somit den geringsten Eingriff in die Natur dar.

Am 18. Februar wird das Thema vom politischen Ausschuss diskutiert

„In der Regel ist der Beirat mit dem Beschlussvorschlag der Landschaftsbehörde einverstanden“, sagt Stephan Anhalt. „In diesem Fall konnte sich der Beirat aber nicht damit anfreunden.“

Doch noch sei das Projekt nicht abgesagt. „Das Ganze geht am 18. Februar noch mal in den Ausschuss für Umwelt, Landschaftspflege und Naherholung des Kreises Mettmann“, sagt Anhalt. Dieses Gremium werde erneut über den Parkplatzbau an dieser Stelle befinden. Stadtplaner Anhalt weiß nicht, wie die Chancen stehen: „Ich kann das gar nicht einschätzen. Wir werden das einfach mal auf uns zukommen lassen müssen.“

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