Für hervorragende Leistungen in Physik erhielten die 19-Jährige und ein Mitschüler eine Auszeichnung von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.

Martina Maria Solitair Kluth kann ihrer beruflichen Zukunft gelassen entgegen sehen. Mit dem Abitur-Zeugnis der Stiftung Louisenlund und der Auszeichnung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft stehen ihr alle Türen offen.
Martina Maria Solitair Kluth kann ihrer beruflichen Zukunft gelassen entgegen sehen. Mit dem Abitur-Zeugnis der Stiftung Louisenlund und der Auszeichnung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft stehen ihr alle Türen offen.

Martina Maria Solitair Kluth kann ihrer beruflichen Zukunft gelassen entgegen sehen. Mit dem Abitur-Zeugnis der Stiftung Louisenlund und der Auszeichnung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft stehen ihr alle Türen offen.

Dirk Thomé

Martina Maria Solitair Kluth kann ihrer beruflichen Zukunft gelassen entgegen sehen. Mit dem Abitur-Zeugnis der Stiftung Louisenlund und der Auszeichnung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft stehen ihr alle Türen offen.

Hilden. "Da ist es!" Mit einem Lächeln legt Martina Maria Solitair Kluth (19) ihr Abitur-Zeugnis auf den Tisch. Leistungskurse: Mathematik und Physik, in beiden Fächern eine glatte Eins. Notendurchschnitt: 1,8. Das Zeugnis kann sich sehen lassen. Ins Auge fällt der Stempel der ausstellenden Schule: Stiftung Louisengrund. An der Elite-Schule mit Internat in Schleswig-Holstein hat die Hildenerin die vergangenen drei Jahre bis zum Abitur verbracht.

Und selbst dort hat die 19-Jährige etwas Besonderes geleistet. Für hervorragende Leistungen in Physik erhielten sie und ein Mitschüler eine Auszeichnung von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Die Urkunde hat sie mit dem selben selbstverständlichen Lächeln gleich mit auf den Tisch gelegt.

Zürich oder Heidelberg - der Studienort ist noch offen

Die 19-Jährige weiß, dass die Dokumente (einzeln und vor allem in der Kombination) eine hervorragende Eintrittskarte ins Berufsleben sind. Besonders die von Herzogin Marie-Alix zu Schleswig-Holstein, Mitbegründerin der Stiftung Louisenlund, überreichte Urkunde der Deutschen Physikalischen Gesellschaft dürfte viele Türen öffnen. Da war schließlich auch Albert Einstein einst Mitglied.

Auf dessen Spuren wird sie womöglich als Studentin an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich wandeln. Dort, wo Einstein ehedem studierte, möchte sie zum Bau-Ingenieur ausgebildet werden.

Vielleicht studiert sie aber doch lieber Physik in Heidelberg. Da hat sie sich auch beworben. Die Entscheidung, wohin sie geht, will sie treffen, wenn die Zusagen kommen. Wenn - wie zu erwarten - beide Hochschulen zusagen, hat sie ein Problem.

Martina Maria Solitair Kluth ist die Tochter des Hildener Unternehmers Manfred Kluth und seiner Ehefrau Marlene, dem Prinzenpaar der Session 2004. Martina Kluth ist 19 Jahre alt, besuchte die Elbsee-Grundschule und anschließend die Theresienschule. Drei Jahre besuchte sie danach die Stiftung Louisenlund, ein staatlich anerkanntes Gymnasium mit Internat in Schleswig-Holstein bei Eckernförde.

Das Schloss Louisenlund wurde zwischen 1772 und 1776 von Hermann Motz erbaut. Es war ein Geburtstagsgeschenk des Landgrafen Carl von Hessen an seine Frau Louise, die Tochter des dänischen Königs Friedrich V., der der Landsitz auch seinen Namen verdankt. 1831 ging Louisenlund in den Besitz der Herzöge von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg über. Herzog Friedrich zu Schleswig-Hostein beschloss 1949, das Gelände als Landschulheim zu nutzen. Mitbegründerin war Herzogin Marie-Alix zu Schleswig-Holstein.

"Ich habe mich schon immer für Mathe und Physik interessiert. Das Schöne an der Physik ist, dass es immer etwas Neues zu entdecken gibt", sagt die Hildenerin, die sich selbst als neugierig einschätzt.

"Immer etwas Neues erleben" und "für alles eine Lösung suchen" sind ihre Grundsätze, die auch im Privatleben gelten. Auch ein wenig Nervenkitzel darf es sein. Den holt sie sich beim Segelfliegen und Motorrad fahren.

"Ich liebe die Extreme" - privat und beruflich

Ob sie lieber ein Junge geworden wäre? "Auf keinen Fall. Ich liebe eben die Extreme." Dazu passt der extreme Wechsel von der Mädchenwelt (Tanzgarde der Großen Hildener Karnevalsgesellschaft, Mädchenrealschule) in die Männerdomäne Technik. "Das ist meine Welt", sagt sie - wieder mit ihrem entwaffnenden Lächeln, das jeden Einwand zwecklos erscheinen lässt.

Die junge Frau weiß, was sie will - auch wenn sie noch kein genaues Bild davon hat, was nach dem Studium kommen soll. Es wird etwas mit Technik sein, das steht fest.

Auch den Weg dorthin wird ihr vermutlich die Urkunde der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ebnen. Die hat nur einen kleinen, für die damit Ausgezeichnete aber wesentlichen Makel: Sie wurde auf ihren Rufnamen Martina ausgestellt - ohne Maria Solitair.

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