Brandenburger Allee verwandelte sich in einen Kirmesplatz mit Trödelmarkt, Vereinsständen und Karussells.

Auf dem Septemberfest gab es besonders für die jungen Besucher viele Aktionen.
Auf dem Septemberfest gab es besonders für die jungen Besucher viele Aktionen.

Auf dem Septemberfest gab es besonders für die jungen Besucher viele Aktionen.

Dirk Thomé

Auf dem Septemberfest gab es besonders für die jungen Besucher viele Aktionen.

Monheim. Zum 34. Mal hat das Septemberfest das Berliner Viertel in einen bunten Kirmesplatz verwandelt: Schweinchenbahn, Kinderkarussell und Autoscooter gehörten ebenso dazu wie Greifautomaten und diverse Imbissbuden. Ein buntes Bühnenprogramm unterhielt die Zuschauer an allen drei Tagen mit musikali–schen Beiträgen, Tanzeinlagen und einer Zaubershow am Sonntag.

Auf den Tisch der Trödler kommt alles, was der Keller zu bieten hat

Wie in jedem Jahr säumten viele Trödler die Kirmes mit allerhand nützlichem und unnützem Krimskrams. Katharina Quadt ist nun schon seit sieben Jahren auf dem Septemberfest. Ihre langjährige Bekannte, Brigitte Weber, schon viel länger. „Durch sie bin ich erst darauf gekommen, hier zu trödeln.“ Auf den Tisch kam auch in diesem Jahr wieder alles, was der Keller hergibt. „Im Laufe der Jahre sammelt sich allerhand an“, sagte Weber. Und auch selbstgemachte Seife und Schmuck wurden unter dem Pavillon verkauft.

Jedes Jahr stehen die beiden am selben Platz am Ende der Brandenburger Allee in der Nähe der Johanneskirche. „Wir mussten den Stand noch nie vorher anmelden, denn so weit ab vom Schuss möchte keiner stehen“, sagten die Monheimerinnen. Doch mittlerweile wüssten die Besucher, dass die Trödlerinnen dort ihre Sachen verkaufen und kämen extra vorbei. „Wir haben viel Spaß, und die Leute wissen, dass es bei uns immer etwas zu lachen gibt.“ Katharina Quadt und Brigitte Weber wohnen beide im Berliner Viertel und haben es nicht weit zu ihren Ständen. Deswegen ist es für die beiden auch nicht allzu schlimm, die Sachen jeden Morgen auf und jeden Abend wieder abzubauen.

Nur einmal im Jahr, eben auf dem Septemberfest, trödeln die beiden. „So viele Sachen haben wir ja auch gar nicht, dass es sich lohnen würde sich noch woanders hinzustellen“, sagt Quadt. „Wir haben einfach viel Spaß zusammen.“

Verein „Wir in Monheim“ sucht noch weitere Mitglieder

Seit erst vier Monaten gibt es den Verein „Wir in Monheim“. Auf dem Septemberfest stellten sich die Mitglieder den Monheimern nun mit internationalen Speisen vor. Orientalische Köfte, eine Art Frikadelle, Pommes und Salat, Hähnchenspieße und die türkische Knoblauchwurst Sucuk gab es an dem Stand des Vereins. 40 Mitglieder aus der Türkei, Rumänien, Griechenland, Marokko und Deutschland hat der Verein bisher.

Das 34. Septemberfest wurde erstmalig in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft Kölner Schausteller und dem Stadtteil- Management Berliner Viertel organisiert. Unterstützt wird das Septemberfest von der LEG NRW GmbH

Etwa 15 000 Besucher durchliefen das Septemberfest am Wochenende. 90 Trödler hatten ihre Stände um die Brandenburger Allee aufgebaut. Für eine Standmiete von nur 45 Euro für drei Meter und alle drei Tage konnte jeder, der wollte, seine Sachen verkaufen.

Für Stadtteilmanager Georg Scheyer war es das erste Septemberfest, und er verspricht: „Im nächsten Jahr wollen wir wieder mit neuen Attraktionen aufwarten.“

„Wir suchen noch dringend weitere Mitglieder“, wirbt der stellvertretende Vorsitzende Vokan Cakal. Vor allem dem Klischee, dass Ausländer nur unter sich bleiben wollen, möchte der Verein entgegenwirken. „Wir wollen das Zusammenleben in Monheim fördern.“ Unter der Unterführung im ehemaligen Dolomiti Eiscafé befindet sich das Vereinslokal. „Wir hoffen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.“

Stadtteilmanager Georg Scheyer war vor allem von dem technisch verbesserten Bühnenbereich angetan: „Das Programm war wirklich spitze und die Akteure alle perfekt.“

Ein Highlight für Scheyer war der Auftritt der Tanzschule Hupperich mit Moderator Zan Sinar. „Die beiden haben die Veranstaltung einfach gerockt.“ Nach drei Tagen Kirmestrubel endete das Septemberfest am Sonntagabend mit Deutschschlagern von „Caesar“.

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