Samstag startet das Bürgerbegehren. Die WZ hat die wichtigsten Fakten zum Thema zweite Gesamtschule zusammengestellt.

Unberührt vom Ausgang des Bürgerbegehrens bleibt die Einrichtung einer neuen Gesamtschule.
Unberührt vom Ausgang des Bürgerbegehrens bleibt die Einrichtung einer neuen Gesamtschule.

Unberührt vom Ausgang des Bürgerbegehrens bleibt die Einrichtung einer neuen Gesamtschule.

dpa

Unberührt vom Ausgang des Bürgerbegehrens bleibt die Einrichtung einer neuen Gesamtschule.

Langenfeld. Viele Fragen sind aufgeworfen worden, seit die Bürgerinitiative „Rettet die Felix-Metzmacher-Schule“ das Bürgerbegehren angekündigt hat. Sie will den Abriss des alten Schulgebäudes verhindern, den die Stadt für den Neubau eines modernen Gebäudes für die zweite Gesamtschule plant.

Warum bekommt Langenfeld eine zweite Gesamtschule?

Die Anmeldezahlen an Real- und Hauptschule in Langenfeld haben sich drastisch reduziert. Besonders betroffen ist die Hauptschule. Die Nachfrage an der Bettine-von-Arnim-Gesamtschule ist hingegen ungebrochen. Eine Elternbefragung in Langenfeld ergab schließlich ein Votum für eine weitere Gesamtschule.

Hat das Bürgerbegehren Einfluss auf die Einrichtung der Gesamtschule?

Das Bürgerbegehren bezieht sich ausschließlich auf den Abriss eines Gebäudes. Alles was mit dem Bürgerbegehren zu tun hat, wirkt sich weder auf den grundsätzlichen Beschluss noch auf den Zeitplan zur Errichtung der neuen Gesamtschule aus.

Das Bürgerbegehren kann die neue Gesamtschule also nicht verhindern?

Nein. Sollte durch ein Bürgerbegehren der Abriss verhindert werden, müsste an anderer Stelle ein komplett neues Schulgebäude errichtet werden, weil der verbleibende Platz auf dem Gelände der Metzmacher-Schule dann nicht ausreicht. Dieser Schulneubau würde laut Verwaltung etwa 30 bis 35 Millionen Euro kosten. Der Abriss der Metzmacher-Schule und ein Neubau an dieser Stelle würden hingegen rund 15 Millionen Euro kosten.

Wie läuft das Bürgerbegehren ab?

Bis zum 11. Februar muss die Bürgerinitiative Unterschriften von 2880 Langenfeldern zusammenhaben. Der Rat entscheidet in seiner Sitzung am 19. März, ob er dem Bürgerbegehren zustimmt oder es ablehnt. Lehnt er es ab, kommt es zum Bürgerentscheid. Mindestens 15 Prozent aller Wahlberechtigten müssen sich dann gegen den Abriss aussprechen. Erst dann werden die Planungen für den Neubau an der Metzmacherstraße fallengelassen.

Wann startet die neue Gesamtschule?

Am Donnerstag, 31. Januar, gibt es bei einem Infoabend noch einmal die Gelegenheit, sich über die Grundlagen des Ratsbeschlusses zum Bau der neuen Gesamtschule am Standort Metzmacherstraße/Fröbelstraße zu informieren. Beginn ist um 19 Uhr im Bürgersaal des Rathauses.

Die Anmeldungen für die Bettine-von-Arnim-Gesamtschule erfolgen am 4. und 5. Februar jeweils von 8 bis 13 Uhr und 15 bis 19 Uhr. Die Anmeldung für die neue Gesamtschule findet im gleichen Zeitraum in den Räumen der Käthe-Kollwitz-Schule am Fahlerweg 17 statt.

Die neue Gesamtschule startet – unabhängig vom Ausgang des Bürgerbegehrens – am 4. September 2013. Voraussetzung ist jedoch, dass mindestens 100 Anmeldungen vorliegen. Die Gesamtschule startet am Standort Fahlerweg 17 in den Räumen der auslaufenden Käthe-Kollwitz-Schule.

Was geschieht mit den bisherigen Schulen in Langenfeld?

Die Käthe-Kollwitz-Schule bildet bereits seit 2012 keine Eingangsklassen (Klassen 5) mehr und läuft bis 2017 aus. Die Felix-Metzmacher-Schule und die Johann-Gutenberg-Realschule werden ab dem Jahr 2013 keine Eingangsklassen mehr bilden und beenden im Jahr 2018 ihren Schulbetrieb. Beide Schulen verbleiben bis dahin in ihren bisherigen Schulgebäuden.

Nach welchem Zeitplan erfolgt der Aufbau der neuen Gesamtschule?

Die neue Gesamtschule beginnt ihren Betrieb am Standort Fahlerweg 17. Dort werden für drei Jahre die auslaufende Käthe-Kollwitz-Schule und die aufzubauende neue Gesamtschule untergebracht. Nach Ablauf von drei Schuljahren wechseln die bestehenden Jahrgänge 5, 6 und 7 mit jeweils vier Klassen in ein neues Gebäude – entweder in den dann fertigen Neubau an der Metzmacherstraße oder, hatte das Bürgerbegehren Erfolg, in einen Neubau an anderer Stelle.

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