Streit mit tödlichem Ausgang: Kein Haftbefehl gegen 35-jährigen Ratinger.

Ratingen. Der 50-jährige Ratinger, der nach einer handfesten Auseinandersetzung mit einem 35-Jährigen am Mittwochabend plötzlich das Bewusstsein verlor und in der Nacht zu Donnerstag trotz intensivmedizinischer Behandlung verstorben ist, war gesundheitlich erheblich vorgeschädigt. Das hat die Obduktion ergeben, die noch am Donnerstag in der Gerichtsmedizin durchgeführt worden war. „Es war eine unglückliche Kombination aus Gewalteinwirkung, erheblicher Alkoholisierung und gesundheitlicher Vorschädigung, die zum Tod geführt haben“, sagte Staatsanwalt Christoph Kumpa auf Anfrage unserer Zeitung.

Der Haftrichter habe deshalb den beantragten Haftbefehl gegen den 35-jährigen Ratinger nicht ausstellen wollen – die Folgen der Tat seien nicht vorhersehbar gewesen. In der Vernehmung habe der 35-Jährige angegeben, im Streit seinem Kontrahenten lediglich zwei Ohrfeigen gegeben zu haben. Laut Staatsanwaltschaft wäre diese Aussage durch die Spuren am Kopf des Verstorbenen gedeckt. Dagegen soll ein Zeuge behauptet haben, dass es mehrere Schläge, auch mit der Faust gegeben habe. Dafür gebe es aber keine sichtbaren Anzeichen. Die Polizei sucht deshalb nach weiteren Zeugen des Streits, der sich am Mittwoch gegen 19 Uhr in dem Park an der Berliner Straße zugetragen hat (02102/9981-6210). Für die Staatsanwaltschaft ist der Fall nicht abschließend geklärt. Kumpa: „Wir ermitteln noch.“ joda

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer