Der Langenfelder erzielt beim 28:23 über Mettmann die Hälfte der SGL-Tore.

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Großbild Dirk Thomé

Auch Mettmanns Robin Flemmig (l.) konnte Langenfelds David Rosiak nicht halten.

Langenfeld/Mettmann. Das war sein bisher größter Tag im Trikot der Oberliga-Handballer der SG Langenfeld: Mit 14 Toren, davon neun verwandelten Strafwürfen, erzielte David Rosiak genau die Hälfte aller Treffer beim 28:23 (11:11)-Sieg im Kreisduell gegen Mettmann-Sport.

„Das war für uns ein überlebenswichtiger Sieg, da wir nun wohl endgültig nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben. Und wir haben verdient gewonnen“, resümierte Heino Kirchhoff. Mettmanns Trainer Markus Neusser bescheinigte seiner Mannschaft eine große kämpferische Leistung. „Wir haben über weite Strecken mitgehalten und uns sehr gut verkauft. Aber wenn man unten steht, verliert man solche Dinger.“

Verbissener Kampf mit zahlreichen Fouls

ME-Sport bleibt auf dem vorletzten und damit einem Abstiegsplatz. Wie ein künftiger Absteiger aber hat die Mannschaft wahrlich nicht gespielt. Ein technisch anspruchsvolles Spiel hatte der SGL-Coach von Anfang an nicht erwartet. Es entwickelte sich mit zunehmender Zeit ein harter, verbissener Kampf mit zahlreichen Fouls, Zeitstrafen und einer roten Karte für Mettmanns Patrick Vogt, der Düllberg rüde foulte.

Die SGL hatte einen Blitzstart, lag nach knapp drei Minuten mit 3:0 vorn. Dann erzielte sie fünf Minuten kein Tor, so dass die Gäste aufholten und sich ihre Deckung immer besser auf die SGL-Angriffe einstellte. Dazu zeichnete sich Jan Sippli bei Schüssen von Düllberg oder Rosiak mit tollen Paraden aus, doch verdiente sich auf der Gegenseite auch Christian Wansing, der 60 Minuten zwischen den Pfosten stand, ein Lob.

Als unübersehbarer Nachteil erwies sich die zweite Zeitstrafe nach nur 17 Minuten gegen Düllberg, den Kirchhoff danach nicht mehr in der Abwehr einsetzen konnte, um ein frühzeitiges Aus für einen seiner Besten zu verhindern. So musste die Deckung umgebaut werden, was Mettmann die Chance bot, zum ersten Mal gleichzuziehen (10:10/25.).

Der Konter nach einem Pfostenwurf von Düllberg brachte sogar eine 11:10-Führung für ME-Sport. Nach der Pause nutzte Rosiak drei an Kreisläufer Andreas Nelte verschuldete Strafwürfe zu wichtigen Toren, die die Voraussetzung für einen 17:14-Vorsprung (40.) waren.

Aber selbst nach einem 15:21-Rückstand kämpfte sich das Team aus der Kreisstadt auf 19:21 und 21:23 heran. Bei diesem Stand meisterte Tobias Hanke, der dafür eigens ins Tor gegangen war, einen Strafwurf. Das erwies sich als Schlüsselereignis zum Sieg. Die SGL zog über 26:22 und 27:22 (56./58.) auf fünf Treffer davon und bewies in dieser Phase ihren unbedingten Siegeswillen.

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