Von Lothar Müller und Andreas Keil
Langenfelder gehen am Samstag als Favorit in die Begegnung mit dem Kreisrivalen Mettmann-Sport.
Langenfeld/Mettmann. Zum ersten Mal seit dem März 2010 stehen sich die die Handballer der SG Langenfeld und Mettmann-Sport gegenüber (Samstag, 18.30 Uhr, KAG-Halle).
Damals traf man sich noch in der Verbandsliga, doch schafften am Ende der Saison die Kreisstädter den Sprung in die Oberliga, was der SGL ein Jahr später gelang.
Unter ihrem Trainer Heino Kirchhoff hat sich eine Mannschaft entwickelt, die ihre Tauglichkeit in der höheren Klasse mit mehreren Siegen gegen Spitzenteams bewiesen hat und völlig berechtigt den fünften Platz einnimmt, während sich ME-Sport in der Abstiegszone befindet.
Kirchhoff weiß jedoch auch, dass beide Teams von Saisonbeginn an durch Verletzungen von Spielern, die kaum ersetzt werden können, gehandicapt sind.
„Das Spiel wird eine Antwort darauf geben, welche Mannschaft sich weiter entwickelt hat. Und im Fall eines Sieges dürfen wir dem weiteren Saisonverlauf mit Ruhe entgegensehen“, sagt der SGL-Coach.
Mit 14:8 Punkten und 319:296 Toren ist die SGL Fünfter. Mettmann (6:16/321:369) liegt auf dem 14. Rang.
Langenfeld ist Aufsteiger, daher gab es kein Duell.
Er stellt ohne lautes Klagen fest, dass neben den Dauerverletzten Herff, Klimke und Kottwitz auch Fabrice Voigt und Kai Wille für längere Zeit aus Verletzungsgründen aus dem Kader sind.
Es besteht Hoffnung, dass Christian Majeres, der in den vergangenen Wochen wegen einer Knochenabsplitterung im Knöchel fehlte, gegen Mettmann wieder ins Aufgebot rücken kann, ebenso wie Andreas Nelte, der bei dem Debakel in Mönchengladbach (24:33) geschont wurde. „Über einen Sieg gegen Mettmann entscheidet ganz allein der Wille jedes Einzelnen, dieses Spiel unbedingt zu gewinnen“, ist Kirchhoff überzeugt.
„Ich erwarte ein hoch emotionales Spiel.“
Markus Neusser, ME-Sport-Trainer
Sehr realistisch geht Mettmanns Trainer Markus Neusser in das Duell gegen den Rivalen aus Langenfeld. ME-Sport kann sich nur in der Außenseiterrolle sehen, wie auch Neusser betont: „Langenfeld hat sich im Vergleich zu vor zwei Jahren mit Düllberg und Eich noch einmal deutlich verstärkt. Ich erwarte eine Top-Mannschaft als Gegner und ein hoch emotionales Spiel. Das wird für uns unheimlich schwer.“
Die in den vergangenen Wochen kränkelnden Spieler sind – wenn auch nicht komplett fit – alle wieder an Bord.
Viele Mettmanner Hoffnungen werden sich durch die schwere Verletzung von Philip Kostros sicher auf Spielmacher Jens Fischer fokussieren. Doch der muss nach seiner eigenen langen Verletzungspause erst einmal wieder in Tritt kommen.
Mit dabei wird in Langenfeld auf jeden Fall Christian Kruse sein, den Markus Neusser aus der Zweiten in den Kader zieht, um personell für alle Fälle gerüstet zu sein.




