Von Andreas Keil
Unparteiische benachteiligen Abstiegskandidat Mettmann-Sport beim denkbar knappen 34:35 in Essen.
Mettmann. Über zwei verlorene Punkte und über die Schiedsrichter ärgerten sich am späten Sonntagnachmittag die Oberliga-Handballer von Mettmann-Sport und ihr Anhang mächtig. Bei der Zweitvertretung von TuSEM Essen verloren die Mettmanner 34:35 (16:20). „Einen Punkt haben wir uns selbst geklaut, den anderen aber diesmal wirklich die Schiedsrichter“, beklagte Trainer Markus Neusser, der nach dem Spiel noch ein längeres Gespräch mit den Unparteiischen hatte.
Zeitweise in einer dreifachen Unterzahl
Die hatten seine Mannschaft durch eine sehr ungleiche Bestrafungspraxis in der entscheidenden Phase des Spiels zeitweise in eine dreifache Unterzahl gebracht. Diesen Vorteil sowie die Mettmanner Unfähigkeit, in den entscheidenden Momenten den Sack zuzumachen, ließen sich die Essener nicht nehmen.
Mettmann kam nach dem Viertore-Pausenrückstand bis zehn Minuten vor Schluss auf 29:30 heran. Trotz der unglücklichen Schiedsrichterleistung schafften die Mettmanner es sogar noch, zum 33:33 auszugleichen. Warum Jens Flemmig in dieser Situation bei einem Konter einen Heber gegen den Essener Torwart versuchte, anstatt voll durchzuziehen, ließ die entnervten Mettmanner Fans genauso ratlos zurück wie kurze Zeit später das Scheitern von Spielmacher Jens Fischer, der den Ball auch nicht im Tor unterbrachte.
Essen legte zwei Tore vor und gewann glücklich auch diese Punkte. Durch ein Unentschieden zwischen der BHC-Zweiten und Hiesfeld liegt der erste Nichtabstiegsplatz nun schon vier Punkte von Mettmann entfernt.
So müssen die Mettmanner nicht nur ihre zweifellos vorhandene gute kämpferische Einstellung konservieren, sondern auch die Nerven bewahren, zum Beispiel am kommenden Samstag zuhause gegen den Tabellensechsten Sportfreunde Hamborn 07. Langsam müssen nämlich Punkte her.




