Von Lothar Müller
SGL zerstört mit einem 30:19-Sieg die Aufstiesgshoffnungen der Gäste.
Freie Bahn für Fabrice Voigt: Der Langenfelder steuerte drei Tore zum klaren Erfolg bei.
Langenfeld. Die 400 Handball-Fans in der KAG-Halle erhoben sich schon vor dem Schlusspfiff von den Plätzen, um ihre Mannschaft mit stehenden Ovationen zu feiern.
Diese Geste der Anerkennung war kein Wunder, hatten sie doch beim sensationell hohen 30:19 (12:10)-Sieg der SG Langenfeld über den Neusser HV die bislang beste Leistung seit dem Aufstieg in die Oberliga erlebt.
Sie waren Zeuge geworden, wie die von Heino Kirchhoff taktisch und kämpferisch glänzend eingestellte Mannschaft einen der Mitfavoriten der Meisterschaft in seine Bestandteile zerlegte, ihn förmlich deklassierte und zugleich aus dem Kreis der Aufstiegsanwärter eliminierte.
Hausherren wussten stets die richtige Antwort
Während die Neusser restlos bedient waren und mit hängenden Köpfen in die Kabine schlichen, vollzogen sich Freudentänze der Langenfelder unten auf dem Feld. Mittendrin ihr Erfolgstrainer, der jedoch auch gestand:
„Mit einem solchen Ergebnis hatte ich nie gerechnet. Das war eine tolle Leistung, obwohl wir uns in der ersten Halbzeit zahlreiche Fehler wie Fehlpässe und schlecht platzierte Schüsse leisteten.“
Bremer, Hanke – Majeres (3), Rosiak (7/3), Preissegger (8), Justen (2), Eich (3), Düllberg (1), Wagener, Felder, Körner (1), Voigt (3), Nelte (2)
Was der Gegner auch versuchte, die SGL wusste stets die richtige Antwort. So griff der Neusser Trainer schon eine Viertelstunde vor Schluss, als sein Team mit sieben Toren im Rückstand lag, zum letzten Mittel und verordnete Manndeckung.
Das Ergebnis: Die Tore für die SGL fielen wie reife Früchte, die schnellen Spieler wie Fabrice Voigt oder Vinzenz Preissegger liefen ihren Bewachern auf und davon, um mutterseelenallein am Kreis aufzutauchen.
Nach ausgeglichenem Beginn (5:5/13.) lag die SGL immer in Front. Sie drehte nach der Pause erst richtig auf. Während Neuss zehn Minuten lang kein Tor erzielte, zogen die Gastgeber auf 17:10 davon (39.).
Beim 22:12 (46.) betrug die Differenz schon zehn Tore, beim 30. und letzten Treffer sogar elf. Alle spielten an ihrem Limit, aber einer überragte sie noch: Fabian Bremer.
Was der 19-jährige Torwart, vor der Saison aus der A-Jugend aufgerückt, an Paraden und blitzschnellen Reaktionen bot, brachte die Neusser zur Verzweiflung und ließ die SGL-Fans immer wieder in Begeisterung ausbrechen. Bremer wurde nach dem Abpfiff von seinen Mitspielern schier erdrückt.




