Von Lothar Müller
Langenfeld muss vor der Partie am Samstag bei den klar favorisierten Königshofern improvisieren.
Langenfeld. Nach einem spielfreien Sonntag steht Handball-Oberliga-Aufsteiger SG Langenfeld eine der schwierigsten Aufgaben der Saison bevor: Der mit dem Neusser HV und Borussia Mönchengladbach punktgleiche Tabellenzweite DJK Adler Königshof aus Krefeld (jeweils 8:2) erwartet die Langenfelder, die sich mit 8:4 Punkten gut in die höhere Klasse eingeführt haben (Samstag, 20 Uhr).
Krefelder verfügen über gutes Spielerpotenzial
Aber Trainer Heino Kirchhoff ist Realist. „Königshof ist gegen uns klarer Favorit. Wir müssten schon eine Leistung wie bei der knappen Niederlage in Neuss abliefern, wenn wir uns überhaupt eine Chance ausrechnen wollen.“ Kirchhoff weiß vom Gegner, dass er insgesamt über ein gutes Spielerpotenzial verfügt und sich auf einen stabilen Rückraum sowie im Angriff auf einen starken Linksaußen und Kreisläufer stützen kann.
Mit der Vorbereitung nicht nur auf diese Begegnung kann der Trainer nicht zufrieden sein. Krankheit, berufliche Verpflichtung und Urlaub haben die Arbeit erheblich erschwert. „Wir mussten ständig improvisieren, es war nur ein eingeschränktes Mannschaftstraining möglich. Von zehn Einheiten waren wir nur einmal komplett. Das ist höchst unbefriedigend“, sagt Kirchhoff.
Niklas Körner studiert in Gießen und kommt nur am Wochenende nach Hause. Fabrice Voigt ist die ganze Woche über beruflich unterwegs und fehlt deshalb oft beim Training.
SGL will nicht sang- und klanglos untergehen
Erfreulich hingegen, dass Fabian Düllberg, wie er schon vor zwei Wochen gegen Lobberich bewiesen hat, nach seiner Verletzung wieder in Topform gekommen ist, und auch Kapitän Stefan Wagener hat seine Bauchmuskelzerrung auskuriert.
Die SGL (8:4 Punkte/171:151 Tore) ist Vierter, Königshof (8:2/174:154) belegt Rang zwei.
Da Langenfeld Neuling ist, gab es kein Aufeinandertreffen.
Dass mit Alex Klimke (Rückenoperation), Matthias Herff und Tobias Kottwitz (beide Kreuzbandriss) drei Spieler der ersten Garnitur nach wie vor fehlen, ist inzwischen schon Alltag beim Oberligisten. Ungeachtet aller Schwierigkeiten: Die SGL will in Krefeld nicht sang- und klanglos untergehen.




