SGL schließt mit einem knappen 24:22-Erfolg die Hinrunde ab.
Langenfeld. Mit einem 24:22 (13:11)-Zittersieg gegen die Sportfreunde Hamborn 07 beendete Handball-Oberligist SG Langenfeld die erste Serie der Meisterschaft. Mit 20:8 Punkten hat er sich einen Platz in der Spitzengruppe gesichert und kann mit Zuversicht und Ruhe in die bereits am kommenden Samstag beginnende Rückrunde gehen. So weit, so gut. Aber der Erfolg gegen Hamborn kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass nach den spielerisch und im Abschluss überzeugenden ersten 25 Minuten mit einer 12:6-Führung (22.) unversehens und ohne ersichtlichen Grund plötzlich der Faden riss.
Da war nichts mehr von jenem genauen Zuspiel an Kreisläufer Andreas Nelte zu sehen, der sich mit vier Treffern bedankt hatte. Und auch in der bis dahin so sicheren Abwehr taten sich plötzlich Lücken auf, die die schnellen und sehr beweglichen Gäste nutzten. Doch im SGL-Tor stand während der gesamten Spielzeit mit Christian Wansing ein 23-Jähriger, der sich immer wieder durch glänzende Paraden und blitzschnelle Reaktionen auszeichnete und letztlich ganz entscheidenden Anteil an dem Erfolg hatte. „Wansing hat uns den Sieg gerettet“, urteilten übereinstimmend Kai Wille, der Heino Kirchhoff vertrat, und Abteilungsleiter Klaus Majeres.
Gäste kassieren neun Strafzeiten und eine rote Karte
Co-Trainer Wille hatte auch keine Erklärung dafür, dass die Mannschaft immer mehr ihre Linie verlor. So pirschten sich die Hamborner bis zur Pause auf zwei Tore heran und hatten beim 14:15 (36.) noch einen Treffer Rückstand. Und sie ließen nicht locker, holten einen mehrfachen Drei-Tore-Vorsprung der Gastgeber immer wieder auf: 21:22 (57.), 22:23 35 Sekunden vor Schluss. Erst das 24:22 ließ auch die Langenfelder Fans aufatmen, da nur noch fünf Sekunden zu spielen waren. Die Gäste schlugen eine harte Klinge, wie neun Strafzeiten und eine rote Karte nach einem rüden Foul an Tim Schickhaus kurz nach der Pause aussagen. Aber das konnte nicht der Grund für den plötzlichen Bruch im Spiel vor der Halbzeit sein, wenn auch von Pech gesprochen werden durfte, da in den ersten 30 Minuten fünf Mal Pfosten und Latte getroffen wurden. LM
Wansing, Hanke, Bremer – Majeres (3), Rosiak (6/2), Preissegger (4), Justen (1), Eich (2/1), Düllberg (2), Wagener, Felder, Voigt, Nelte (5), Schickhaus (1), Körner




