Von Lothar Müller
Die Langenfelder verlieren in Neuss trotz einer starken Vorstellung mit 24:28.
Bester Torschütze der SG Langenfeld war David Rosiak mit sechs Treffern.
Langenfeld. Auch über eine Niederlage kann sich ein Trainer freuen, da er vor dem Spiel keine solche Leistung seiner Mannschaft erwartet hatte. Genau das trifft auf Heino Kirchhoff zu. „Mit so einer Leistung wie in den vergangenen beiden Spielen sind wir chancenlos beim Neusser HV“, hatte er prophezeit.
Doch es kam ganz anders. Die Punkte blieben durch das 28:24 (14:13) zwar in Neuss, aber was seine Mannschaft bis in die Schlussphase geboten hatte, war sehr gutes Oberliga-Niveau.
„So ein Spiel hat richtig Spaß gemacht.“
Heino Kirchhoff, SGL-Trainer
Da tut es auch nichts zur Sache, dass die SGL die Tabellenführung abgeben musste und mit 6:4 Punkten auf Rang vier abgerutscht ist. Dabei verfügt, so Kirchhoff, der Neusser HV über eine schnelle, dynamische Truppe, die ihre Klasse bewies, als sie in der entscheidenden Phase kleine Fehler des Gegners erbarmungslos ausnutzte.
Bis auf das 19:16 nach der Pause konnten sich die Gastgeber nie so richtig absetzen. Langenfeld zog immer wieder gleich, so zum 21:21, und vor den entscheidenden Minuten hieß es 23:23. Da war noch alles offen.
Zeitstrafe bringt die endgültige Entscheidung
Dann passierte den Gästen ein Ballverlust und gleich darauf ein technischer Fehler. Auf solche Patzer hatten die Neusser nur gewartet. Sie zogen auf 25:23 davon, und eine Zeitstrafe gegen die SGL brachte die endgültige Entscheidung.
SG Langenfeld: Hanke, Wansing – Majeres (4), Rosiak (6/1), Preissegger (2), Justen (1),Voigt (1), Nelte (1), Schickhaus (1), Eich (4/1), Wille (4), Felder, Jechorek
Trotz der Niederlage feierten die zahlreichen SGL-Fans ihre Mannschaft, und dem Trainer hat, wie er bekundete, „so ein Spiel richtig Spaß gemacht“. Die Deckung stand sehr gut, aus dem Rückraum setzten sich Kai Wille und David Rosiak mit vier und sechs Treffern durch.
Auch Christian Majeres, wesentlich besser als eine Woche zuvor, traf viermal. Die SGL wurde sogar mit dem erneuten Handicap fertig, dass Fabian Düllberg, Alex Klimke und Stefan Wagener noch immer nicht eingesetzt werden konnten.




