Von Erdinc Özcan-Schulz
SGL bezwingt die HSG Düsseldorf II nach einem abwechslungsreichen Spiel mit 22:21.
Langenfeld. Nach dem 22:21 (9:13)-Sieg des Handball-Oberligisten SG Langenfeld gegen die HSG Düsseldorf II wusste Co-Trainer Kai Wille, der seinen Chef Heino Kirchhoff (Kuraufenthalt) auf der Bank vertritt, wie glücklich und vor allem hart erkämpft dieser Erfolg und sein tiefes Durchatmen berechtigt waren. Die SGL bot ihren Anhängern in der vollen KAG-Halle alle Facetten des Spiels. Vom guten Start, übertriebener Harmlosigkeit und einer Aufholjagd bis hin zur finalen Spannung, in der die Partie auf Messers Schneide stand. Dabei deutete der Anfang des Duells auf einen ähnlichen Verlauf wie im Hinspiel.
Bei den Hausherren klappt so gut wie nichts
Bis zur zehnten Minute führte die SGL schnell mit 5:2. Unnötig gaben David Rosiak, Andre Eich und Co. immer mehr das Heft aus der Hand. Sie rannten sich an der Defensive der Landeshauptstädter fest. In der eigenen Abwehrformation bekam das Wille-Team wiederum den Rückraum der Düsseldorfer mit Hasan-Zada und Neukirchen nicht in den Griff. Folglich musste die SGL in der 16. Minute das 7:7 hinnehmen, geriet sogar mit 7:8 ins Hintertreffen. Was immer Wille unternahm, taktisch oder personell, offensichtlich klappte so gut wie nichts. „Da konnte ich machen, was ich wollte“, sagte er nach der Partie.
Allerdings musste der Trainer nach dem 9:13-Halbzeitstand in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben. „Wir haben gesagt, dass wir ja nicht noch schlechter spielen können, und waren froh, dass die HSG nur mit vier Toren Vorsprung führte“, sagte der Übergangs-Chef. Es spricht für die Moral des Aufsteigers, dass er nach dem Wiederanpfiff wieder zur alten Stärke und Tempo fand. Über 10:14 und 12:15 glich Langenfeld bereits in der 40. Minute zum 15:15 aus und ging wieder mit 17:16 (42.) in Führung. Besonders Christian Majeres und Fabian Düllberg waren in dieser Phase erfolgreich. Auf der Mittelposition wusste Stefan Wagener zu gefallen.
Allerdings konnte die SGL sich nicht absetzen. Plötzlich rückten die Torhüter in den Mittelpunkt. Sowohl Christian Wansing als auch sein Gegenüber hielten glänzend. Nach dem 20:20 (47.) schienen sie ihre Tore zugenagelt zu haben. Nur Düllberg gelangen noch zwei Treffer (50. und 56.). Wansing hielt den Sieg fest und ließ seine Kameraden und Fans jubeln. „Riesen-Kompliment an die Jungs, dass sie so zurück gekommen sind“, lobte Wille sein Team. Auch wenn er gerne auf die Spannung verzichtet hätte.
Hanke, Körner, Wansing - Eich, Majeres (5), Rosiak (5/1), Preissegger (1), Justen, Wagener (1), Voigt, Nelte (3), Felder, Schickhaus (1), Düllberg (6)




