Fussball-Nostalgie: Grabos „Old Stars“ besiegen die Alten Herren des FCW mit 7:1. Dabei traf Sascha Eckhoff viermal ins Schwarze.

Dietmar Grabotin (vorne links) und seine Jungs: Dieses Wiedersehen hat einfach Spaß gemacht.
Dietmar Grabotin (vorne links) und seine Jungs: Dieses Wiedersehen hat einfach Spaß gemacht.

Dietmar Grabotin (vorne links) und seine Jungs: Dieses Wiedersehen hat einfach Spaß gemacht.

Simone Bahrmann

Dietmar Grabotin (vorne links) und seine Jungs: Dieses Wiedersehen hat einfach Spaß gemacht.

Wülfrath. Es ist die 45. Minute: Ralf Derkum startet über die rechte Seite und flankt in den Strafraum. Sekundenbruchteile später geht Sascha Eckhoff in die Luft und setzt zum Seitfallzieher an. Mit voller Wucht erwischt der Torjäger den Ball und knallt ihn unhaltbar für den Keeper in den Winkel - ein 2:0 wie aus dem Lehrbuch.

"Tja, das ist wie mit dem Fahrradfahren", grinst Dietmar Grabotin. "Die Jungs sind vielleicht etwas fülliger geworden. Aber sie haben nichts verlernt."

Vor 18 Jahren, in der Saison 1991/92, feierte "Grabo" mit dem 1. FC Wülfrath den Aufstieg in die Oberliga und machte damit den größten Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt. Und damals wie heute war es vor allem Sascha Eckhoff, der das Team jubeln ließ. Genauso wie am Samstag, als Dietmar Grabotin die Seinen zum Nostalgie-Kick ins Rheinkalk-Stadion auf dem Erbacher Berg bat. 7:1 (2:0) gewannen die Meister von einst gegen die aktuellen FCW-Oldies. Viermal traf Sascha Eckhoff ins Schwarze, zweimal Thomas "Theo" Thiel und einmal Michael Skrobisch. Den Ehrentreffer für die Alten Herren besorgte Gero Giegeling.

Die Idee zu dem sportlichen Wiedersehen war Ex-Coach Dietmar Grabotin und seinen beiden ehemaligen Spielern Ulli Mielke und Stephan Baur sowie Jürgen Gohr vom Wülfrather Erzrivalen Einigkeit Dornap beim Besuch der Düsseldorfer Kirmes im vergangenen Jahr gekommen. "Wir sind viel Karussell gefahren, haben viele Bierchen getrunken - und auf einmal war die Idee geboren", schmunzelte "Grabo", der von 1990 bis 1993 Wülfraths 1. Mannschaft trainierte. "Wir haben uns noch mal das Aufstiegsfoto angeguckt, und dann ging die Adressensuche los." Dass am Ende so viele kommen würden, "ist einfach nur klasse". Die weiteste Anreise hatte übrigens Keeper Werner Schmidt, der in der Nähe von Stuttgart wohnt.

Die Wiedersehensfreude war natürlich groß - zumal sich einige seit damals nicht mehr gesehen hatten. "Es gab viel zu erzählen", sagte Grabotin auf WZ-Nachfrage am Tag danach. "So bis gegen halb zwei morgens."

Für den FCW kickten am Samstag: Werner Schmidt; Sascha Eckhoff, Jan Mischel, Ralf und Michael Skrobisch, Reiner Schmahl, Ralf Derkum, Thomas Thiel, Bijan Mohyman, Andreas Matrone, Dietmar Grabotin, Ulli Mielke, Stephan Baur, Erdem Varol, Frank Zilles, Roland Boensmann.

Für Verstärkung am Spielfeldrand sorgten unter anderem Jörg Schöneweiß, Thomas Zatta, Bernie Schulte-Bocholt, FCW-Chef Michael Massenberg und WSV-Präsident Friedhelm Runge.

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