An dem Gymnasium begannen die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen. Die Bildungsministerin hielt eine Festrede.

Aufmerksames Publikum: Annette Schavan (3. v. r.) und Lothar Josten erfreuten sich am Programm.
Aufmerksames Publikum: Annette Schavan (3. v. r.) und Lothar Josten erfreuten sich am Programm.

Aufmerksames Publikum: Annette Schavan (3. v. r.) und Lothar Josten erfreuten sich am Programm.

Reimann

Aufmerksames Publikum: Annette Schavan (3. v. r.) und Lothar Josten erfreuten sich am Programm.

Mülhausen. Musik, Theater und dankende Worte: Mit einem unterhaltsamen Programm und einer Festrede von der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, haben am Montag die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen der Liebfrauenschule begonnen.

Auf den Tag genau 125 Jahre zuvor war dem Schwesternorden „Unserer Lieben Frau“ die Genehmigung zur Gründung eines Mutterhauses mit Internat erteilt worden – die Geburtsstunde von Kloster und Liebfrauenschule Mülhausen.

Schulleiter Lothar Josten erinnerte in seiner Eröffnungsrede an Gründung und Geschichte des heutigen Gymnasiums, hob aber auch aktuelle Leistungen und Anforderungen hervor. „Mein Dank gilt ehemaligen wie derzeitigen Lehrern, Schülern, Eltern, vor allem aber den Schwestern“, sagte Josten.

Die Ministerin hebt die Leistung der Ordensschwestern hervor

Schavan schloss sich an. „Wer selbst Mut zeigt, macht Mut“, zitierte die Ministerin Adolf Kolping. „Die Schwestern haben damals Mut gezeigt und sich für Bildung für alle eingesetzt. Ich danke für Ihr segensreiches Wirken.“

Doch auch heute, in einer Zeit der Veränderung, sei es wichtig, Mut zu zeigen. Die Liebfrauenschule müsse Veränderung nicht fürchten, da sie neben einem vielfältigen Angebot einen roten Faden habe, sich auf Tradition und Überzeugung berufe. „Menschen werden nicht klein gemacht, sondern ermutigt. In jedem steckt ein Talent. Behalten Sie diese Einstellung bei“, sagte Schavan.

Unterhaltsame Aufführung von Schülern und Lehrern

Die in Jüchen geborene, heute 57-Jährige ermutigte die Lehrer und Schüler, sich an bildungspolitischen Debatten zu beteiligen. „Denn hier ist die Erfahrung vorhanden.“ Doch wie viel sich in der Bildungspolitik auch ausgedacht werde, „gute Schule lebt von guten Lehrern und Lehrerinnen. Es ist einer der ältesten, schönsten und schwierigsten Berufe. Pädagogische Arbeit muss wertgeschätzt werden. Da hat unsere Gesellschaft Nachholbedarf.“

Anschließend wurde vor und auf der Bühne gesungen, geschauspielert und musiziert. Big Band, Streicher-AG, Ober- und Unterstufenchor sowie Solisten (Schüler und Lehrer) zeigten „den Weg des Menschen vom Elend zur Erlösung“.

„Es war ein ,Best of’ unserer musikalischen Produktionen der letzten Jahre, aber in zusammenhängender Story in fünf Akten, der Struktur eines klassischen Dramas“, erklärte Lothar Lange, Leiter der Theater-AG. Eingerahmt wurde die Geschichte von einer zum Großteil selbst geschriebenen Moderation durch „Faust“ und „Mephisto“.

Das Publikum – Ordensschwestern, Lehrer, Elternvertreter, Schüler der Oberstufe und Klassensprecher der Unterstufe – honorierte die gelungene wie unterhaltsame Darbietung mit lautem Beifall. „Die Aufführung hat die Kraft und Fröhlichkeit widergespiegelt, wie sie auch in der Schule steckt“, sagte Schavan.

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