Das Schwimmbad erhält eine neue Sauna-Landschaft. Mitte Juni soll sie fertig sein.

Der neue Außenbereich mit zwei Blockhütten nimmt Form an.
Der neue Außenbereich mit zwei Blockhütten nimmt Form an.

Der neue Außenbereich mit zwei Blockhütten nimmt Form an.

Friedhelm Reimann

Der neue Außenbereich mit zwei Blockhütten nimmt Form an.

Kempen. Die alten Fliesen reflektieren das Tageslicht, das von außen in den ersten Stock im Rohbau des Schwimmbads Aqua-Sol scheint. Zwischen Betonwänden und dem neuen Außenbereich ist es winterlich kalt. Handwerker installieren die Haustechnik, draußen liegt der Geruch von frisch gesägtem Holz in der Luft.

„Die Optik ändert sich, und wir bekommen einen neuen Ofen“, sagt Badleiter Wolfgang Werthschulte mitten in der zukünftigen, 750 Quadratmeter großen Sauna-Landschaft.

Die Kosten betragen 1,9 Millionen Euro

Damit untertreibt er, denn den Anbau und den neu gestalteten Eingangsbereich lassen sich die Stadtwerke Kempen 1,9 Millionen Euro kosten. Die Investition soll das Schwimmbad fit für die Zukunft machen. Seit vergangenem Juli laufen die Bauarbeiten. Bis Mitte Juni dieses Jahres soll alles fertig sein. „Wir liegen gut im Zeitplan“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Siegfried Ferling.

Doch bislang ist auf der Baustelle viel Fantasie gefragt. Denn anstatt wohliger Wellness-Atmosphäre beherrschen kahle, kalte Wände das Gesamtbild. Erst ein Blick auf den Bauplan verrät, was Ferling mit den Worten „Hier sind die Umkleiden, dort die Duschen“ meint.

Neuer Eingangsbereich, Dampfsauna und Solebecken

Wenn alles fertig ist, gelangen Saunagäste durch den neu gestalteten Eingangsbereich über eine Treppe in den ersten Stock. Bereits im Eingangsbereich erwartet sie ein großzügiges Ambiente mit beleuchteten Wänden, was auf den Entwürfen des Weseler Architektenbüros Jaeger eindrucksvoll wirkt. Die „alte“ Sauna bekommt einen neuen Valo-Ofen, eine Glasscheibe integriert sie optisch in den Raum. Hinzu kommen Niedrigtemperatur-Sauna (mit maximal 70 Grad Celsius), Dampfsauna, Sole- und Tauchbecken.

Der Eintrittspreis wird sich deutlich erhöhen

Eingang: Ein kubusförmiger Eingangsbereich mit Glas-Metall-Front heißt die Gäste ab Juni willkommen. Der „Aqua-Sol“-Schriftzug prangt nicht mehr darüber, sondern links daneben an der Backsteinwand.

 


Sauna: Die Fläche vergrößert sich von 200 auf 750 Quadratmeter. Die „Landschaft“ umfasst drei Saunen und einen Außenbereich mit zwei Blockhütten. Lounge und Bistro bieten den Saunagästen exklusiv zusätzliche Entspannung.

 


Eröffnung: Diese soll mit einem Tag der offenen Tür am 15. und 16. Juni stattfinden.
 

In den Außenbereich locken unter anderem das Aufguss-Haus und ein Ruhe-Blockhaus mit eigenem Kamin. Rundherum sorgen 1,80 Meter hohe Zäune für Privatsphäre. Die Deckenhöhe im Innenbereich beträgt 2,80 Meter.

„Bestandsarbeit mit Entscheidung vor Ort und Erfahrung“ nennt Bauleiter Reiner Schlenkermann seine Qualitäten. Er sagt: „Jetzt, nach sechs Monaten, stellen wir die Optik her.“ Was auf den 3D-Animationen fertig ist, nimmt in Wirklichkeit gerade erst Gestalt an.

Badleiter Wolfgang Werthschulte freut sich zudem über zwei neue Halbtagsstellen, die durch die neue Sauna entstehen. Damit sich die Millionen-Investition möglichst schnell bezahlt macht, wird der Sauna-Eintritt „von zehn auf unter 19 Euro erhöht“, wie Ferling sagt.

„Dafür bekommen Gäste auch wesentlich mehr geboten“, fügt er hinzu. Davon überzeugen kann sich jeder am Tag der offenen Tür im Juni. Wo bislang alte Fliesen das Tageslicht reflektieren, wird dann eine exklusive Umgebung zum Entspannen einladen.

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