Eine Anwendung für das iPhone informiert über die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Auch Gaststätten und Veranstaltungen kann man damit finden.

Divya van Mahajan (l.) hat die Anwendung entwickelt. Die Idee dazu kam aber von seiner Frau Marianne.
Divya van Mahajan (l.) hat die Anwendung entwickelt. Die Idee dazu kam aber von seiner Frau Marianne.

Divya van Mahajan (l.) hat die Anwendung entwickelt. Die Idee dazu kam aber von seiner Frau Marianne.

So sieht die Kempen-App aus: Auf einer Karte kann man sich den eigenen Standort und beispielsweise alle Gaststätten im Umkreis anzeigen lassen.

Das Menü der Anwendung gibt es auch schon auf Englisch.

Kurt Lübke, Bild 1 von 3

Divya van Mahajan (l.) hat die Anwendung entwickelt. Die Idee dazu kam aber von seiner Frau Marianne.

Kempen. „Ich glaube, man wird uns um diese Applikation beneiden“, sagte Bürgermeister Volker Rübo am Mittwoch im Rathaus. Da wurde die neue Kempen-App vorgestellt. Und die hat einiges zu bieten: Der mobile Führer für iPhones zeigt die Sehenswürdigkeiten des Altstadtrundgangs mit Audio-Tour.

Auf einer Karte kann sich der Benutzer seinen Standort anzeigen lassen und sehen, wo die nächsten Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Aber auch Gaststätten können mit der App gesucht werden, sortiert nach Cafés und Bars, Restaurants und Kneipen.

Die App zeigt Telefonnummern und Öffnungszeiten an

Das Programm zeigt Telefonnummern und Öffnungszeiten an und leitet einen, falls vorhanden, auf die Homepage der jeweiligen Gaststätte. Auch Hotels und Parkplätze können gesucht werden. Der Menüpunkt „Kino“ zeigt das Programm der Kempener Lichtspiele und leitet ebenfalls auf die Seite des Kinos weiter.

Entwickelt wurde das Programm vom IT-Spezialisten Divya van Mahajan. Acht Monate lang hat er neben seinem Job daran gearbeitet. Die Idee kam aber seiner Frau Marianne, aus dem eigenen Bedarf heraus: Vor einigen Jahren nahm van Mahajan einen Job bei Philips in Eindhoven an. Da er aber nicht in den Niederlanden leben wollte, zog die Familie von Bayern an den Niederrhein. Und lernte Kempen erst kennen.

Die Stadt musste nichts für die Anwendung bezahlen

Um eines werden andere Städte Kempen sicher beneiden: Es musste nichts für die Anwendung bezahlen. „Divya van Mahajan klopfte einfach an unserer Tür und fragte, ob wir Interesse an einer App für Kempen haben“, erzählt Ralph Braun, Internetbeauftragter der Stadt. „Aber ich wusste: Das können wir nie bezahlen. Und Steuern wollten wir dafür auch nicht aufwänden.“

Eine App (kurz für „Applikation“) ist ein Anwendungsprogramm für Smartphones, wie das iPhone oder Handys mit dem Google- Betriebssystem Android, sowie Tablet-Computer, wie das iPad. Die Apps können einfache Werkzeuge oder Spaß-Anwendungen sein. Sie werden über einen Online-Shop bezogen. Viele sind kostenlos, andere müssen gekauft werden.

Die Anwendung für Apple-Geräte kostet 1,59 Euro. Der dazugehörige Audio-Guide kann bei Bedarf als Ergänzung zusätzlich heruntergeladen werden, da die Audio-Dateien viel Speicherplatz beanspruchen. Der Audio-Guide muss aber nicht extra bezahlt werden. Zu finden ist die App im Apple Store, über den QR-Code (siehe Foto) und auf bit.ly/kempeninfo

Doch um Geld ging es van Mahajan nicht: Er wollte eine Kooperation mit der Stadt, um seine Anwendung zu ergänzen und bekannt zu machen. Und bei der Verwaltung war man direkt begeistert: „Wir versuchen schließlich, Touristen nach Kempen zu holen. Und so können sich Besucher schon vorab über die Stadt informieren“, sagt Rübo.

Mit der App soll man bald auch nach Geschäften suchen können

Nun kann man auch aktuelle Veranstaltungen in Kempen abrufen. Diese werden direkt von der Homepage der Stadt abgelesen und sind auch mit dieser verlinkt. Auf den Informationstafeln des Altstadtrundgangs werden zudem in der nächsten Zeit sogenannte QR-Codes angebracht (ähnlich dem QR-Code im Kasten).

Diese können mit einer entsprechenden Funktion auf dem Handy gescannt werden und leiten den Benutzer weiter zur Kempen-App. Die Rechte an der Applikation behält aber van Mahajan, auch der Kaufpreis von einmalig 1,59 Euro geht zum größten Teil an ihn.

Derzeit ist die Anwendung nur für Apple-Geräte verfügbar, an einem entsprechenden Programm für Android-Handys (u.a. Samsung) wird noch gearbeitet. „Nun wollen wir die App erst einmal für das iPhone rund machen“, sagt Braun. Schließlich soll die aktuelle Version noch verbessert und erweitert werden.

„Die Veranstaltungshinweise sollen in Unterkategorien sortiert werden können“, sagt Braun. Außerdem denke man darüber nach, dass Angebot in andere Sprachen zu übersetzen und so zu erweitern, dass auch nach Geschäften gesucht werden kann.

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