Ralf Zanders, der aus St. Hubert stammt, hat bei der Millionärswahl die nächste Runde erreicht.

Ralf Zanders (2.v.l.) kämpft für Neele und ihre Eltern Christian und Stefanie aus Lank-Latum.
Ralf Zanders (2.v.l.) kämpft für Neele und ihre Eltern Christian und Stefanie aus Lank-Latum.

Ralf Zanders (2.v.l.) kämpft für Neele und ihre Eltern Christian und Stefanie aus Lank-Latum.

Marc Monderkamp

Ralf Zanders (2.v.l.) kämpft für Neele und ihre Eltern Christian und Stefanie aus Lank-Latum.

St. Hubert/Meerbusch. Ralf Zanders ist seinem Traum von der Million einen Schritt näher gekommen. Bei der Millonärswahl der TV-Sender Pro 7 und Sat. 1 liegt der frühere St. Huberter, der inzwischen in Stenden wohnt, weiterhin in den Top 49.

Die vergangene Wahlrunde mit 49 000 Teilnehmern, die bis zum Sonntag lief, hat er überstanden.

Jetzt sind noch 4900 Kandidaten im Spiel, die es bis in die Finalshows des Senders schaffen wollen. Bis zum kommenden Sonntag wird die Zahl bei der Internetwahl auf 490 verringert, eine Woche später auf 49. Sollte Zanders dann noch dabei sein, darf er sich im TV präsentieren und auf eine Million Euro hoffen.

„Insgesamt ist die Unterstützung von allen einfach großartig.“

Ralf Zanders, Kandidat bei der Millionärswahl

Dieses Geld möchte der 36-Jährige aber nicht für sich haben. Wie bereits von der WZ berichtet, setzt er sich für sein Patenkind Neele aus Lank-Latum (Meerbusch) ein. Das einjährige Mädchen leidet am „Wolf-Hirschhorn-Syndrom“. „Dabei handelt es sich um einen Chromosomen-Defekt“, erklärt der Patenonkel.

Die geistige Entwicklung der erkrankten Kinder verläuft verzögert: Nur ein Drittel aller Betroffenen lernt zu laufen; nur jedes fünfte Kind lernt zu sprechen – zumindest einige Worte.

Seit einigen Wochen läuft die Wahl im Internet. Jeden Sonntag reduziert sich die Zahl der Kandidaten. Am kommenden Sonntag werden aus 4900 dann 490. Sollte Bernd Zanders am Schluss der Internetwahl immer noch unter den besten 49 sein, darf er an den TV-Shows auf Pro 7 und Sat. 1 teilnehmen.

Die Finalsendungen werden im Januar bei den beiden Sendern ausgestrahlt. Aus 49 Kandidaten wird der Sieger gekürt, der eine Million Euro gewinnt. Wie im Internet, entscheidet darüber nur das Publikum. Es gibt keine Jury. Moderiert wird die Sendung unter anderem von Elton (bekannt aus diversen Stefan-Raab-Formaten).

Bei der aktuellen Wahl im Internet können nur bereits registrierte Nutzer abstimmen. Über einen sogenannten „Gefällt mir“-Button (ähnlich wie bei Facebook) können aber auch nicht-registrierte Nutzer teilnehmen. „Wenn es zum Beispiel eine Stimmengleichheit gibt, entscheiden die Likes der Gefällt-mir-Aktion“, ergänzt Teilnehmer Ralf Zanders.

Auf der Homepage der Wahl wird alles erklärt. Zusätzlich wirbt Ralf Zanders auf seiner Facebook-Seite für die Aktion. Dort gibt es Infos und Videos zur Aktion „Alles für Neele“.

„Deshalb brauchen die Eltern von Neele Geld für eine aufwendige Pflege. Und dabei will ich ihnen helfen“, erzählt Zanders, der seine komplette Jugend in St. Hubert verbracht hat, und dessen Eltern immer noch im Kendeldorf wohnen.

Mit verschiedenen Aktionen macht der Stendener seit einigen Wochen auf sich und die Millionärswahl aufmerksam. „Ich habe zum Beispiel schon Spielplätze in St. Hubert von Müll befreit“, erklärt der 36-Jährige. Dies sei eine der sogenannten Wochenend-Aufgaben gewesen.

Aktion in Düsseldorf mit den Nettetaler Maltesern

Jüngst war er mit Freunden auf dem Düsseldorfer Weihnachtsmarkt. „Dort haben wir Lieder gesungen und Spenden gesammelt.“ Dabei wurde Zanders vor allem von Mitgliedern der Nettetaler Malteser unterstützt. „Da bin ich seit vielen Jahren aktiv“, so Zanders. „Insgesamt ist die Unterstützung von allen einfach großartig. Alle kämpfen für Neele.“

Auch unter den Fans der Krefeld Pinguine, deren Spiele Zanders regelmäßig besucht, hat er bereits Werbung für seine Aktion für Neele gemacht. „Verschiedene Fanprojekte haben das Thema angepackt“, sagt Zanders. So hätten sich auch Kontakte nach Köln ergeben. Möglicherweise darf Ralf Zanders bald vor einem Spiel der Kölner Haie auf die Millionärswahl für Neele hinweisen.

Für eine mögliche TV-Sendung sucht Zanders Prominente

Falls er es in die finalen TV-Shows schafft, bastelt der 36-Jährige noch an seiner Vorstellung. „Die meisten Teilnehmer präsentieren ja ein besonderes Talent – zum Beispiel aus den Bereichen Musik oder Sport“, erklärt Zanders.

„Ich kann nichts Besonders vorweisen. Ich kämpfe einfach nur für Neele.“ In der Sendung hätte er zehn Minuten Zeit, seine Aktion zu präsentieren. „Dafür habe ich jetzt einige Prominente kontaktiert und gefragt, ob sie für mich werben möchten.“ Rückmeldungen stehen allerdings noch aus. Zanders: „Es wäre schön, wenn sich der eine oder andere findet.“

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