Von Stefanie Keisers
Beim Tag der Architektur werden neue, energiesparende Gebäude vorgestellt, darunter Bauten in Nettetal und Kempen.
In Kempen kann man am Tag der Architektur die neue SEW-Halle besichtigen.
In Lobberich wird der Mensa-Bau des Jaeger-Gymnasiums erklärt.
Architektenkammer NRW, Bild 1 von 2In Kempen kann man am Tag der Architektur die neue SEW-Halle besichtigen.
Kempen/Nettetal. Der 23. und 24. Juni stehen ganz im Zeichen der Baukunst: Dann werden zum Tag der Architektur in ganz Nordrhein-Westfalen 451 neue und erneuerte Bauwerke, Quartiere, Gärten und Parks für Besucher geöffnet, darunter private Wohnhäuser, Schulen, Büro- und Wirtschaftsbauten – und auch ein Gebäude in Kempen und eines in Nettetal.
„Wir möchten Anregungen geben und zum zwanglosen Gespräch einladen.“
Hartmut Miksch, Präsident Architektenkammer NRW
„Wir möchten neue und erneuerte Bauwerke vorstellen, Anregungen geben und zum zwanglosen Gespräch einladen“, sagt Hartmut Miksch, Präsident der Architektenkammer NRW. Das Zauberwort lautet dabei „Energie“, denn es gilt, den Wohnungsbestand energetisch zu optimieren und bei Neubauten einen möglichst geringen Energiebedarf zu ermöglichen. Aber auch eine spannende Optik spielt selbstverständlich eine Rolle.
In Kempen kann man den Erweiterungsbau der Werkshalle II der Firma SEW (Systemtechnik für Energierecycling und Wärmeflussbegrenzung) am Industriering Ost besichtigen. Als Spezialist für Energie-Wiederverwendung hat das Unternehmen in der Halle ein modernes Wärme-/Kälterückgewinnungssystem installiert. Für das Beheizen der Halle mit einer Nutzfläche von 1700 Quadratmetern werden so lediglich 35 Kilowatt Strom benötigt.
Entworfen wurde der Bau vom Kempener Architekten Martin R. Pastor, der die Besucher am Samstag auch durch das Gebäude führen und die Bauweise erläutern wird. Die Halle besteht aus eine Stahlkonstruktion mit Porenbetonwänden und Trapezblechdach.
In der Mensa des WJG gibt es schalldichte Musikräume
Die neue Mensa des Werner-Jaeger-Gymnasiums in Lobberich bildet den Eingangsbereich zum Schulkomplex an der Werner-Jaeger-Straße. Im Februar 2011 wurde das Gebäude in Betrieb genommen. Das Bauwerk mit dem schrägen Pultdach öffnet sich nach Osten hin mit einer Glasfassade.
451 Bauwerke und Grünanlagen in 164 Städten und Gemeinden NRWs werden am 23. und 24. Juni Interessierten erläutert und zugänglich gemacht.
Der Tag der Architektur findet in NRW zum 17. Mal statt. Im vergangenen Jahr nahmen rund 40 000 Interessierte an dem Angebot teil.
Architekturfreunde und Bauherren können bei der Aktion einen breiten Überblick über aktuelle Baukunst gewinnen.
Teilnehmen können Architekten und Innenarchitekten, die in den letzten fünf Jahren Bauwerke in Nordrhein-Westfalen realisiert haben. Für Landschaftsarchitekten und Stadtplaner gilt eine Frist von acht Jahren.
Die neue Halle von SEW- Kempen am Industriering Ost 90 ist am Samstag, 23. Juni, von 11 bis 13 Uhr geöffnet. Die Mensa des Werner-Jaeger-Gymnasiums, An den Sportplätzen 7 in Lobberich, kann am Sonntag, 24. Juni, zwischen 11 und 13 Uhr besichtigt werden.
Besonders sind die schalldichten Räume für den Musikunterricht und der Instrumentenraum im Untergeschoss der Mensa: Dort wirkt sich die Musik nun nicht mehr störend auf den Unterricht im Hauptgebäude aus.
Zudem muss das große Schulgebäude nicht mehr außerhalb der Unterrichtsszeiten für Musikschulen beheizt und beleuchtet werden, was Kosten und Energie spart. Auch in Nettetal waren lokale Architekten am Werk: das Architektenbüro Ketels aus Lobberich.
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